TXOne Networks

Alexandra Hose,

Die OT-Trends 2026 und 2027

TXOne Networks blickt zum Jahresende auf die Entwicklung der OT-Cybersicherheit und identifiziert zentrale Trends für 2026 und 2027. Im Fokus stehen neue EU-Regularien wie der Cyber Resilience Act, steigender Zeitdruck für Maschinen- und Anlagenbauer sowie der Wandel hin zu aktiven, integrierten und messbaren OT-Security-Ansätzen.

© stock.adobe.com/AR

Die OT-Security-Experten von TXOne Networks sehen Industrieunternehmen vor einem tiefgreifenden Wandel. Der auslaufende Support für Windows 10, verschärfte regulatorische Vorgaben in der EU und die wachsende Bedrohung durch Ransomware erhöhen den Handlungsdruck deutlich.

Morris Becker, Regional Director DACH bei TXOne © TXOne

„Viele Systeme in der Produktion fungieren mit Steuerungen, die unter Windows 10 und älter laufen. Da Microsoft den Support für Windows 10 im Oktober 2025 eingestellt hat, werden neuentdeckte Schwachstellen nicht mehr behoben. Umso wichtiger wird es daher, diese Systeme und ihre Maschinen dennoch gegen neue Bedrohungen zu schützen“,  sagt Morris Becker, Regional Director DACH. Parallel dazu verschärfen sich die gesetzlichen Vorgaben: „Ab Dezember 2027 ist sogar der vollständige CRA (Cyber Resilience Act) der EU umzusetzen, damit Maschinen und Anlagen noch das CE-Zeichen erhalten können“, so Becker weiter. 

Technologisch zeichnet sich ein klarer Trend weg von rein passiver Sichtbarkeit hin zu aktiver Abwehr ab. „Passive Lösungen zeigen also lediglich, was gerade im Netzwerk geschieht, aber sie stoppen keine Angriffe“, ergänzt Canaan Kao, Threat Research Director. Ransomware bleibt dabei die größte Bedrohung für OT-Umgebungen, während KI sowohl Angreifern als auch Verteidigern neue Möglichkeiten eröffnet.

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Giorgio Santandrea, OEM & Machine Builder Director Europe bei TXOne © TXOne

Für Maschinenbauer wird 2026 zum Entscheidungsjahr. Giorgio Santandrea, OEM & Machine Builder Director Europe, erklärt: „Ab 2027 muss jede neue in der EU gelieferte Maschine eine Lösung ab Werk beinhalten, die Gefahren von Cybersicherheitsvorfällen mindert und Cyberattacken abwehrt.“ 

Auch im Channel zeigen sich klare Trends: IT-OT-Konvergenz und Managed OT-Security Services gewinnen an Bedeutung. Zudem etabliert sich die DACH-Region laut TXOne zunehmend als sicherheitspolitischer Stabilitätsfaktor in Europa. Insgesamt wird OT-Security immer stärker als messbarer Bestandteil des Risikomanagements verstanden. „Cybersicherheit ist kein Luxus mehr, sie ist eine betriebswirtschaftliche Notwendigkeit geworden – besonders in den Produktionsumgebungen, wo die oberste Devise Ausfallsicherheit lautet", schließt Becker ab.  

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