Datensicherheit
Mittelständler wollen mehr verschlüsseln
Die anhaltende Diskussion zu den Sicherheitsgefahren des Internets scheint bei Mittelständlern Bewegung in die Planung von Security-Projekten zu bringen: Jedes zweite Unternehmen fühlt sich als potenzielles Ziel für digitale Wirtschaftsspionage und erhöht sein Budget für Security-Maßnahmen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Berliner IT-Beraters Mikado.
Zwar lösen die Enthüllungen des früheren NSA-Mitarbeiters Edward Snowden keinen hektischen Aktionismus bei Seucrity-Verantwortlichen im deutschen Mittelstand aus. Jedoch gewinnt die Verschlüsselung in der Datenkommunikation im Mittelstand zunehmend an Bedeutung, so das Ergebnis der Studie des IT-Hauses Mikado. Hintergrund sind die publik gewordenen Abhöraktionen durch Geheimdienste und die damit verbundene Unklarheit, wie ausgespähte Unternehmensinformationen anschließend verwertet werden. Viele IT-Verantwortliche sehen sich gezwungen, eine umfangreiche Verschlüsselung ihrer unternehmenseigenen Datenkommunikation anzugehen. Computer& AUTOMATION führt die Hauptergebnisse der Studie auf.
Der Vorstand des IT-Hauses Mikado, Reimund Reiter, warnt Unternehmen davor, nun hektische Aktivitäten zu starten. "Am Einsatz von Verschlüsselungsverfahren werden die Firmen auf Dauer zwar nicht vorbei kommen, aber es stellt sich ja die Frage, ob damit allein das erforderliche Sicherheitsniveau erreicht werden kann." Häufig gäbe es noch ganz andere Schwachstellen im Unternehmen. Eine zu eingegrenzte Fokussierung würde mitunter nicht die gewünschten Effekte erzeugen, so Reiter. Gleichzeitig betont er, dass selbst ein Thema wie die Verschlüsselung nicht zwangsläufig direkt zu Mammutprojekten führen muss. Er empfiehlt eine Vorgehensweise in überschaubaren Schritten.










