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Artikel und Hintergründe zum Thema

Hilscher und Mesco

Meinrad Happacher,

Früchte der Safety-Kooperation

Vor zwei Jahre haben Mesco Engineering und Hilscher auf der SPS IPC Drives eine Kooperation in puncto Safety bekanntgegeben. Jüngstes Produkt dieser Zusammenarbeit: das netSafety-Modul für openSafety. Hans-Jürgen Hilscher erläutert die Hintergründe.

Hans-Jürgen Hilscher, Geschäftsführer: "Safety ist heute in fast jedem Projekt eine nachgefragte Option."

Herr Hilscher, für Hersteller von Automatisierungskomponenten soll es ab sofort besonders einfach sein, Produkte zu entwickeln, die das Sicherheitsprotokoll openSafety unterstützen.

Mit unserer netX-basierten Technologie-Plattform ist es uns möglich, effiziente Lösungen für die Implementierung des Black Channels zu liefern. Darüber hinaus bauen wir auch die Möglichkeiten einer Fertigung für funktional sichere Produkte auf. So kann der Kunde die Vorteile von openSafety als fertiges Modul einfach und aus einer Hand erhalten. Das bedeutet für unsere Kunden Kostenvorteile und eine schnellere Time-to-Market. Zudem unterstützen wir unseren Kunden beim eigenen Design-in des netSafety-Moduls in sein Produkt. Das Design-in können wir bei Bedarf gemeinsam mit unserem Partner Mesco anbieten.

Welche Sicherheitslevel streben Sie mit dem netSafety-Modul an?

Aktuell wird das netSafety-Modul für openSafety als Prototyp entwickelt. In einer weitergehenden Entwicklung sollen die sicheren Funktionen und der sichere Zustand entsprechend der Norm ISO 13849 (Kat III / PL d) und IEC 61508 (SIL 3) implementiert werden. Das System ist für eine hohe Anforderungsrate ausgelegt, kann allerdings auch in Applikationen mit niedriger Anforderungsrate eingesetzt werden. Zu beachten ist hier sicherlich, dass der Einsatz des Moduls bis zu diesen Sicherheits-Level erlaubt ist, der Kunde aber in seinem Entwicklungsprozess die strengen Vorgaben der IEC61508 einzuhalten hat.

Auf welche Hardwareplattform setzt das netSafety-Modul auf?

Das netSafety-Modul baut auf dem Multiprotokoll-Kommunikationsprozessor netX52 auf, der die Real-Time-Ethernet-Kommunikation über Powerlink bereitstellt und auch andere Kommunikationsprotokolle realisieren kann.

Welche konkreten Vorteile ergeben sich für die Hersteller?

Mit openSafety auf Basis des netSafety-Moduls wird hier dem Anwender die Integration von funktionaler Sicherheit deutlich erleichtert, die Kosten werden reduziert und der Zertifizierungsprozess wird wesentlich verkürzt. Darüber hinaus bietet unser Partner Mesco auf dieser Basis auch kundenspezifische Lösungen an, um entsprechende Marktanforderungen unserer Kunden zu erfüllen. Wir sind somit in der Lage den Kunden aus einer Hand zu beraten und ihm die optimale Lösung zu liefern.

Ab wann werden die Boards am Markt verfügbar sein?

Erste Prototypen stehen für den weiteren Ablauf der Entwicklung und entsprechende Zertifizierungsmaßnahmen bereits zur Verfügung.

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