Urheberrecht

Inka Krischke,

Teradyne Robotics verklagt Elite Robots

Teradyne Robotics hat in Deutschland rechtliche Schritte gegen die deutsche Tochtergesellschaft des chinesischen Robotikunternehmens Elite Robots eingeleitet. Gegenstand des laufenden Verfahrens ist eine Urheberrechtsverletzung an der Software von Universal Robots.

© Universal Robots

Das Unternehmen ist überzeugt, über unwiderlegbare Beweise für eine Urheberrechtsverletzung durch Elite Robots zu verfügen, und verfolgt den Schutz seiner Rechte am geistigen Eigentum nun gerichtlich in Deutschland. Teradyne Robotics betont, dass auch übergeordnete Interessen auf dem Spiel stehen: Ohne eine konsequente Durchsetzung von Schutzrechten am geistigen Eigentum riskiere Europa, seine Fähigkeit zur Skalierung von Automatisierung zu verlieren, seine Wettbewerbsfähigkeit zu schwächen und seine hochwertige Fertigung zu gefährden.

Der Präsident der Teradyne Robotics Group, Jean-Pierre Hathout, sagt: „Dieser entschlossene Schritt unterstreicht unser Engagement für den Schutz geistigen Eigentums und dafür, dass Automatisierungskunden Zugang zu sicheren und hochwertigen Lösungen erhalten, die sie verdienen.“ Er ergänzt: „Sowohl Automatisierung als auch Innovation sind entscheidend für Europas Zukunft. Wir werden nicht zulassen, dass Produkte von Unternehmen, die geschützte Technologien unrechtmäßig kopieren, das Kundenerlebnis, das geistige Eigentum unseres Technologiesektors oder Europas industrielle Zukunft gefährden.“

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Teradyne Robotics hat bereits eine Unterlassungsaufforderung an die deutsche Niederlassung von Elite Robots geschickt und den Fall nun an das zuständige deutsche Gericht übergeben.

Zudem ruft das Unternehmen ruft zu gemeinsamen Maßnahmen zum Schutz europäischer Innovation auf. Wenn Europa Urheberrechtsverletzungen nicht konsequent verfolge, subventioniere es faktisch außereuropäische Wettbewerber und schwäche gleichzeitig seine eigenen Innovationsführer. Teradyne Robotics ruft politische Entscheidungsträger und Branchenführer dazu auf, sicherzustellen, dass Europa ein sicherer Standort für Innovation bleibe.

Hathout sagt: „Teradyne Robotics entscheidet sich bewusst dafür, gegen Wettbewerber Stellung zu beziehen, die proprietäre Hardware- oder Softwaredesigns kopieren, um über niedrigere Preise zu konkurrieren. Wir laden andere Führungskräfte ein, sich uns anzuschließen, um die Integrität unserer Branche und die Stärke unserer Wirtschaft zu verteidigen.“

Neben rechtlichen Schritten wegen Urheberrechtsverletzungen hat Teradyne Robotics auch relevante Sicherheitsbehörden in Europa über Sicherheitsbedenken in Bezug auf die Roboter von Elite Robots informiert. Teradyne Robotics, zu dem sowohl Universal Robots als auch MiR gehören, hat Standards für Robotersicherheit geprägt und ist auf Robotik spezialisiert, die nach entsprechender Sicherheitsprüfung direkt mit Menschen in Fertigung und Logistik eingesetzt werden kann. In den letzten Jahren beobachtet das Unternehmen zunehmenden Wettbewerb durch Robotikunternehmen, die teilweise nicht denselben strengen Sicherheitsansatz verfolgen.
Das Vertrauen der Anwender sei entscheidend, damit Europa weiterhin von Automatisierung profitieren kann. Aktuelle Zahlen zeigen, dass europäische Unternehmen hohe Erwartungen an Robotik haben: 48 % der europäischen Hersteller glauben, dass Robotik bis 2030 die transformativste Technologie sein wird, 68 % nennen Produktivität als wichtigsten Treiber der Automatisierung und 84 % berichten von einer positiven Reaktion der Mitarbeitenden auf Robotikautomatisierung.

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