Robotik

Inka Krischke,

Robotische Künstliche Intelligenz zum Anfassen

Künstliche Intelligenz durch humanoide Roboter erfahrbar machen – dies ist Ziel des Reallabors ‚Robotische Künstliche Intelligenz‘ am Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

Das KIT erhält das Reallabor „Robotische Künstliche Intelligenz“

© KIT

Von der Kita über die Schule bis zu Museum, Bibliothek und Krankenhaus will das Reallabor Künstliche Intelligenz in diversen Experimenten und unterschiedlichen realen Umgebungen für Menschen erfahrbar machen. Das Ministerium für Wissenschaft und Forschung Baden-Württemberg fördert das Reallabor mit 800.000 Euro.

Im Reallabor können Menschen KI, verkörpert durch humanoide Roboter, in mehreren Szenarien erleben. In einem neuen Gebäude des Städtischen Klinikums sollen Roboter der nächsten Generation der am KIT beheimateten humanoiden ARMAR-Roboter das Klinikpersonal im Krankenhaus unterstützen und zum Beispiel Patientinnen und Patienten vom Empfangsbereich zu den jeweiligen Stationen führen. Im KinderUniversum, der Kita des KIT, sollen Roboter die Kinder etwa beim Lernen von Fremdsprachen unterstützen, in der Stadtbibliothek können sie Kindern vorlesen. Am Goethe-Gymnasium in Karlsruhe und an weiteren Karlsruher Schulen lernen Kinder auf spielerische Art und Weise Grundbegriffe der Informatik und der KI. Am KIT stehen Studierenden aus aller Welt Roboter zur Verfügung, um mit ihnen Experimente aus der Ferne durchzuführen. Am ZKM – Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe  schließlich werden humanoide Roboter mit den Besucherinnen und Besuchern interagieren.

Die ersten Roboter sollen, abhängig von der Entwicklung der Corona-Pandemie, im Laufe des Jahres 2021 im Einsatz sein.

„Der Wissens- und Erfahrungsaustausch geht bei einem Reallabor in beide Richtungen: Forschung und Anwendung kommen auf Augenhöhe zusammen, sodass wir anschließend genau die Technologien entwickeln können, welche die Menschen wirklich brauchen und haben wollen“, sagt Professor Tamim Asfour vom Institut für Anthropomatik und Robotik des KIT und Koordinator des Reallabors. Ziel sei es, mit zivilgesellschaftlichen Akteuren konkrete Anwendungen von robotischer KI in der Praxis zu entwickeln und deren Chancen, aber auch deren Risiken zu erforschen. „Es geht darum, die Potenziale der robotischen KI für unsere Gesellschaft direkt erfahrbar und erfassbar zu machen, aber auch zu entmystifizieren.“

 

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