nachgehakt! – bei Jan Quast, Coboworx
Robotereinsatz per Mietmodell!
Den kleinen und mittelständischen Unternehmen die Robotik per Mietmodell zugänglich machen: mit diesem Anspruch trat im Jahr 2019 das Start-up Coboworx an. Jan Quast erläutert den Status Quo.
Herr Quast, was hat sich seit Ihrem Firmenstart vor drei Jahren getan?
Jan Quast: Wir sehen uns inzwischen als eine führende Online-Plattform für Roboterlösungen. Unser Angebot ist sehr umfassend von der Beratung über Hard- und Software-Pakete bis hin zu verschiedensten Dienstleistungen, Schulungen und Service und natürlich unserem Roboter-Mietmodell.
Worin unterscheiden Sie sich vom Wettbewerb?
Quast: Kurz gesagt: Wir handeln sehr agil mit der Nähe zum Kunden und das vor allem mit hoher Geschwindigkeit und großer Preistransparenz. Wir bieten KMU eine Ersteinschätzung inklusive 3D-Layout und Richtpreis in nur 48 Stunden. So helfen wir insbesondere Einsteigern auf der Suche nach Antworten auf Fragen wie: Lohnt sich Automatisierung für mich? Kann ich mir das zutrauen, ohne Roboterexperten im Haus? Wieviel kostet das?
Zudem erarbeiten wir gerade ein weiteres Feature unserer Online-Plattform: den Coboworx Konfigurator. Ein Interessent kann damit bequem per Smartphone auf der Couch oder mit dem Computer am Schreibtisch die Eckdaten der zu automatisierenden Anwendung mit wenigen Klicks beschreiben. Im Handumdrehen wird in Echtzeit die passende Roboterlösung etwa zum Palettieren konfiguriert, wodurch der Interessent nicht mehr auf die Anwesenheit eines Ansprechpartners oder feste Bürozeiten angewiesen ist. Wir wollen dabei die KMU – und hier besonders die Einsteiger – mittels neuer Wege inspirieren, diese Technologien der Roboterlösungen für sich zu entdecken.
Was hat in den letzten drei Jahren genau so funktioniert, wie Sie sich das vorgestellt haben?
Quast: Wir haben inzwischen viele Anfragen für spannende Projekte aus vielen verschiedenen Branchen. Deren Gemeinsamkeit ist es, dass eine einfache, schnelle Lösung gesucht wird, die meist in eine vorhandene Produktion angepasst werden soll. Besonders mit der positiven Resonanz auf unser Angebot ‚Robo im Abo‘ haben wir in diesem Ausmaß nicht gerechnet.
Was ging in Ihren Plänen noch nicht so auf wie Sie sich das vorgestellt haben? Und wie haben Sie nachjustiert?
Quast: Als junges und agiles Start-up lernen und wachsen wir konstant. Wir hinterfragen dabei regelmäßig den Status Quo der Branche, machen auch mal Fehler, stehen wieder auf und lernen daraus. Noch vor einem Jahr wollten wir mit einer breiten Anzahl von Anwendungen und Roboterlösungen in den Markt eintreten. Heute wissen wir, dass der Einstieg über das Palettieren ein guter Einstieg für eine kontinuierliches Wachstum bieten kann. Darüber hinaus werden wir vielleicht bald auch kollaborative Roboter entwickeln, welche weitere Anwendungen wie etwa das Be- und Entladen von Maschinen automatisiert. Eins ist jedenfalls sicher: Wir werden nicht bei einem 4-Achser zum Palettieren stehen bleiben.
Welche Entwicklung haben Sie aktuell in der Pipeline?
In den Startlöchern steht insbesondere eine Palettierlösung, welche flexibel am Ende einer Fertigungslinie wie ein Baukasten integriert werden kann. Mit einem neuartigen Palettierroboter sind wir somit ab dem 25. April 2022 auf allen digitalen Kanälen vertreten und arbeiten bereits an den ersten Projekten.











