Humanoide Robotik
Roboter Nao erhält Nachfolger
Drei Jahre nach Markteinführung der ersten Nao-Roboters kündigt Aldebaran Robotics die neue Generation seines programmierbaren humanoiden Roboters an.
Der ‚Nao Next Gen‘ ist das Ergebnis von sechs Jahren Forschungsarbeit. Er verfügt nun über eine höhere Rechenleistung, eine verbesserte Stabilität und eine höhere Präzision mit erweiterten Interaktionsfähigkeiten. So registriert Nao zum Beispiel, wenn eine ältere Person gestürzt ist und alarmiert den Notarzt oder liest sehbehinderten Menschen die eingegangenen E-Mails vor. Mit autistischen Kindern führt Nao Übungen durch, die ihr Verhalten im Alltag schulen. Im Bildungswesen dient er selber als Forschungsobjekt. Anhand von Nao können Schüler, Studenten oder Forschende die Bereiche erkunden, die zum Entstehen des Roboters beigetragen haben: Robotik, Informatik, Mechanik und Elektronik. Und auch der Austausch zwischen Mensch und Maschine lässt sich mithilfe von Nao erforschen und je nach Bedarf anpassen.
Zu den Neuerungen gehört ein Bordcomputer mit einem leistungsstarken Intel-Atom-Prozessor, der auf 1,6 GHz getaktet ist und mehrere Aufgaben gleichzeitig berechnen kann. Darüber hinaus sind zwei HD-Kameras eingebaut, die mit einem FPGA (Field Programmable Gate Array, programmierbare logische Schaltung) verbunden sind und so zwei Videoströme gleichzeitig empfangen können. Die Geschwindigkeit und Leistungsfähigkeit der Gesichts- und Objekterkennung sind deutlich erhöht, selbst bei weniger hellen Lichtverhältnissen. Der Roboter ist außerdem mit einem neuen Stimmerkennungsprogramm ausgestattet. Dieses arbeitet durch die Funktion ‚Word Spotting‘ - dem Erkennen von definierten Worten - schneller und kann auch Wörter innerhalb von Sätzen oder Gesprächen selektiv erkennen. Zu den neuen Software-Funktionen gehören ebenso eine intelligente Steuerung des Motordrehmoments, eine Hinderniserkennung sowie ein verbesserter Fortbewegungsalgorithmus.










