Quartalszahlen Q2/2021

Andrea Gillhuber | Andrea Gillhuber,

Rekord-Auftragseingang für Kuka

Den zweithöchsten Auftragseingang der Unternehmensgeschichte meldet Kuka für das 1. Halbjahr 2021. Vor allem die Robotics-Umsätze können sich sehen lassen.

© Kuka

Im zweiten Quartal verzeichnet der Automatisierungs- und Roboter-Spezialist Kuka ein deutliches Wachstum. So stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum konzernweit um 48,5 % auf 808,2 Mio. Euro. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) lag bei +25,6 Mio. Euro. Im zweiten Quartal 2020 musste das Augsburger Unternehmen ein Minus von 43,9 Mio. Euro verkünden. Im Auftragseingang legte der Konzern um 80,9 % zu.

Im ersten Halbjahr lag der Auftragseingang bei knapp 1,9 Mrd. Euro. Damit verzeichneten die Augsburger in diesem Zeitraum den zweithöchsten Auftragseingang der Unternehmensgeschichte. »Unsere Fokusbereiche Robotik und Automatisierung sind gefragter denn je«, sagte Peter Mohnen, CEO von Kuka. »Dabei profitieren wir von Kukas globaler Ausrichtung, mit starkem Wachstum in Asien und Nordamerika.«

Schub durch Automobilbranche in Nordamerika

Der Geschäftsbereich Systems profitierte von der gestiegenen Nachfrage in den USA. Dort investieren die Automobilhersteller verstärkt in Elektromobilität. In Europa blieb die Auftragslage laut Unternehmen unverändert schwierig. Insgesamt stieg der Auftragseingang bei Systems im ersten Halbjahr stark auf 640,7 Mio. Euro (H1/2020: 239,5 Mio. Euro).

 

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In China verbuchte das Unternehmen im Auftragseingang ein Plus von 83,7 % im zweiten Quartal beziehungsweise 43,2 % im ersten Halbjahr als in den Vorjahreszeiträumen. Auch hier konnte Kuka neben den traditionellen Bereichen auch Aufträge und Projekte aus neuen Bereichen wie E-Mobilität und General Industry, dazu zählt zum Beispiel E-Commerce, gewinnen.

Neue Produkte und nachhaltige Robotik sorgen für Wachstum

Peter Mohnen, CEO von Kuka.

© Kuka

Das Verhältnis von Auftragseingängen zu Umsatzerlösen (Book-to-Bill-Ratio) stieg in nahezu allen Business-Segmenten an und lag konzernweit im ersten Halbjahr bei 1,23. »Obwohl die andauernde Coronavirus-Pandemie und globale Lieferengpässe Risiken bergen, blicken wir zuversichtlich auf das zweite Halbjahr. Denn unsere Strategie und unsere Investitionen in Forschung und Entwicklung zahlen sich aus. Mehr als ein Drittel der Robotics-Umsätze im ersten Halbjahr haben wir mit Produktinnovationen aus den letzten Jahren generiert. Dabei haben wir auch das Thema Nachhaltigkeit fest im Fokus«, so Mohnen.

Zu den Produktinnovationen zählen Neuheiten wie der KR Iontec, der KR Scara oder die KR C5 Robotersteuerung. Zudem punkten die neue Roboter-Generationen des KR Quantec nach firmeneigenen Berechnungen mit einer um bis zu 45 % geringeren Energieaufnahme im Vergleich zur Vorgängergeneration.

»Wir werden Innovationen weiter verstärkt vorantreiben, um Kuka als globalen Player zu stärken. Unser Ziel ist es, neue Bereiche und Zukunftsmärkte zu erobern und unsere Kunden hier mit den richtigen Produkten und Lösungen zu begleiten«, so Mohnen. Dazu zählen Bereiche der General Industry wie E-Commerce oder Consumer Goods, neue Technologien wie E-Mobilität oder Lösungen für kleinere und mittlere Unternehmen.

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