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Artikel und Hintergründe zum Thema

Comau

Inka Krischke | Inka Krischke,

Forschung für tragbare Robotersysteme

Ein von der Uni Heidelberg in Zusammenarbeit mit Iuvo durchgeführtes Projekt soll die wissenschaftliche Grundlage erweitern, um die Nutzbarkeit und Effizienz des Exoskeletts ‚Mate-XT‘ von Comau zur Reduzierung biomechanischer Belastungen zu belegen.

Die ergonomische Unterstützung von 'Mate-XT' verringert Muskelermüdungen bei Überkopf- und sich wiederholenden Arbeiten.

© Comau

Im Bestreben, den Einsatz tragbarer Robotersysteme zur Erleichterung der Mensch-Maschine-Kooperation zu erweitern, sind Comau und Iuvo eine Partnerschaft mit der Universität Heidelberg eingegangen. Ziel des gemeinsamen Projektes ist es, näher zu quantifizieren, in welchem Ausmaß das Exoskelett ‚Mate-XT‘ physikalische Belastungen bei anstrengenden Tätigkeiten wie beispielsweise sich wiederholenden Schulterbewegungen in der deutschen Industrie reduzieren kann. Die wissenschaftliche Studie soll die Biomechanik beim Einsatz des Exoskeletts für neue Anwendungen, unter neuen Bedingungen sowie in neuen Industrie- und Außenumgebungen analysieren und gleichzeitig die Lern- und motorische Adaptionsgeschwindigkeit der Benutzer verifizieren.

Den Kontakt von Comau zur Universität Heidelberg stellte Iuvo her, ein Spin-off-Unternehmen der Scuola Superiore Sant’Anna (Pisa, Italien). Die Mehrheitsanteile von Iuvo werden vom Joint Venture zwischen Comau und Össur gehalten, einem Anbieter im Bereich der nicht-invasiven Orthopädie zur Verbesserung menschlicher Mobilität. Gemeinsam mit Iuvo hat Comau sowohl das ursprüngliche ‚Mate‘- als auch das ‚Mate-XT‘-Exoskelett entwickelt.

Neben weiteren Faktoren wird die Universität Heidelberg die biomechanischen und produktivitätsbezogenen Ergebnisse untersuchen, um mehr Daten über die Effektivität des Exoskeletts für neuartige und hochanspruchsvolle Anwendungen zu sammeln.

„Die Partnerschaft mit der Universität Heidelberg unterstreicht unser Engagement, den Einsatz von adaptiven Wearable-Technologien durch die Kombination von empirisch gestützter Forschung, intelligenter Robotik und biomedizinischer Expertise weiterzuentwickeln“, erklärt Giuseppe Colombina, Comau Humanufacturing Innovation Hub Leader und CEO von Iuvo.

„Die Zusammenarbeit mit Comau und Iuvo ist ein überaus strategischer Aspekt für meine Forschungsgruppe an der Universität Heidelberg. Wir haben die Gelegenheit, eine zertifizierte Vorrichtung von einem führenden Automatisierungsunternehmen zu testen, die zudem noch eine Ergänzung der Robotertechnologie darstellt, die wir hier entwickelt haben“, betont Dr. Lorenzo Masia, Professor für Medizinische Technologie und Biorobotik an der Universität Heidelberg.

Die Validierung von Technologien auf dem Gebiet biomedizinischer Geräte und tragbarer Robotersysteme ist laut Comau ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Lebensqualität von Arbeitern, die schwere, repetitive oder stark manuell geprägte Tätigkeiten verrichten. Nach Einschätzung von Comau wird der globale Markt für Exoskelette in den nächsten fünf Jahren eine jährliche Wachstumsrate von bis zu 40 % erreichen, wobei der Industriesektor knapp die Hälfte davon ausmacht.

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