Hannover Messe 2024

Andrea Gillhuber,

Drei Unternehmen für Hermes Award nominiert

Bosch Rexroth, Schunk und Siemens sind für den Hermes Award nominiert. Die Preisvergabe findet während der Eröffnungsfeier der Hannover Messe am Sonntag, den 21. April, statt.

Bettina Stark-Watzinger, Bundesministerin für Bildung und Forschung, wird auch in diesem Jahr wieder den Hermes Award der Hannover Messe überreichen.

© Deutsche Messe AG

Seit über 20 Jahren lobt die Deutsche Messe zur Hannover Messe den Hermes Award aus. Aussteller der Messe können sich bewerben. Aus diesem Pool wählte eine Jury um den Juryvorsitzenden Prof. Holger Hanselka, Präsident der Fraunhofer Gesellschaft, nun die drei Nominierten aus: Bosch Rexroth, Schunk und Siemens. Prof. Hanselka: »Die drei nominierten Produkte stehen für die Bandbreite der modernen produktionstechnischen Fragestellungen: Automatisierung, Recycling und ressourcenschonende Lieferketten. Sie demonstrieren damit die Bedeutung der Fertigungstechnologien für eine zukunftsorientierte Gesellschaft.

Die Nominierten

Bei dem nominierten Projekt von Bosch Rexroth handelt es sich um ein System zur industriellen Demontage und zum Recycling von Batterien elektrisch angetriebener Fahrzeuge. Mit dieser Automatisierungslösung für das Transportieren, Kontaktieren, Diagnostizieren, Tiefentladen und Recycling von Batterien wird der Prozess um den Faktor 100 beschleunigt. Die Entladungsenergie der Batterien wird direkt im Prozess genutzt oder ins Versorgungsnetz eingespeist. Durch das Recycling werden bis zu 95 Prozent der chemischen Elemente erneut dem Produktionsprozess zugeführt und somit zielgerichtet wiederverwertet.

Schunk wurde für das ‚2D Grasping-Kit‘ nominiert. ieses Applikations-Kit besteht aus einer Kamera mit Objektiv, einem Industrie-PC, einer KI-Software sowie einem applikationsspezifischen Greifer. Die Innovation steckt in der generischen, KI-basierten Modellierung von Bauteilvarianzen und den Transfer auf einen kleineren Trainingsdatensatz, was Anlernzeiten für die Erkennung mindert. Die intuitiv bedienbare Benutzeroberfläche ermöglicht die prozesssichere Handhabung verschiedener, zufällig angeordneter Teile von einem Fließband, Tray oder Bereitstellungstisch – auch bei sich verändernden Licht-, Farb- oder Hintergrundverhältnissen. Damit lassen sich wiederkehrende Sortier- oder Logistikaufgaben mit wenig Aufwand automatisieren.

Als dritter Kandidat wurde Siemens mit dem CO2-Management-Tool ‚SiGREEN‘ nominiert. Emissionen entlang der gesamten Lieferkette werden dadurch in Echtzeit transparent und so adressierbar. Das System basiert auf Realdaten anstatt statistischer Durchschnittswerte und ermöglicht die Abbildung entlang der Lieferkette als Grundlage zur Reduzierung des Product-Carbon-Footprint (PCF). Der Austausch sensibler Daten erfolgt unternehmensübergreifend im geschützten Raum. SiGREEN leistet damit einen Beitrag zur Nachhaltigkeit und befähigt Unternehmen, den PCF für Lieferketten und Produkte jederzeit nachweisen zu können.

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