Messen
Automation mit Regionalcharakter
Die Messelandschaft für Automatisierungstechnik soll noch bunter werden, als sie ohnehin schon ist. Dies zumindest ist Ziel des Messeveranstalters Untitled Exhibitions, der ab Juni nächsten Jahres mit Regionalmessen an den Start geht.
Wolfgang Tondasch und Joseph Rath (v.l.n.r.). Die beiden ehemaligen SPS IPC Drives Macher sind überzeugt: Regionale B2B-Messen gewinnen an Bedeutung.
© Computer&AUTOMATIONFür 2014 hat Untitled Exhibitions drei regionale Automatisierungsmessen in Planung: Vom 3. bis 5. Juni 2014 soll die 'All About automation Friedrichshafen' stattfinden; für Herbst 2014 und Frühjahr 2015 sind dann noch zwei Automatisierungsmessen nach selbigem Strickmuster in Planung: Eine in der Region Rhein-Main und eine im Osten Deutschlands. Inhaltlich sollen bei den Veranstaltungen die Hauptthemen der Automatisierungstechnik sowohl der Fertigungs- als auch der Prozessindustrie im Mittelpunkt stehen.
"Mit unserem Messekonzept sehen wir uns nicht in Konkurrenz zu den Leuchtturm-Messen SPS IPC Drives und Hannover Messe", betont Firmengesellschafter und Chairman Joseph Rath. Insbesondere zur SPS IPC Drives möchte er keinerlei Konkurrenz-Gedanken aufkommen lassen, war er es doch selbst, der die erfolgreiche und inzwischen international anerkannte Automatisierungsmesse vor 24 Jahren aus der Taufe hob. "Unser Konzept soll vor allem dem regionalen Vertrieb der Hersteller eine Plattform bieten." Intensive beratende Gespräche stünden deshalb im Fokus der überschaubaren und funktionalen Fachmesse.
Die neuen Messen sind vor allem an regionale Besucher gerichtet, die in 50 bis 60 Minuten das Messegelände erreichen. In Friedrichshafen ist dies das Einzugsgebiet der Bodenseeregion mit den vier Nationalstaaten Deutschland, Schweiz, Österreich und dem Fürstentum Lichtenstein.
Tanja Waglöhner und Udo Weller setzen auf ein standardisiertes All-inklusive-Paket für die Aussteller.
© Computer&AUTOMATIONDie Aussteller sollen durch ein möglichst transparentes Beteiligungsmodell bei einfacher Organisation gewonnen werden. So sind All-inklusive-Pakete geplant, die Standfläche, Standbau, Werbemittel und Eintrittsgutscheine für Kunden umfassen und in einem Kostenrahmen ab knapp 3.000 Euro zu haben sind. Eine Workshop-Reihe soll eventuell die Messe ergänzen und die Attraktivität der Veranstaltung noch erhöhen.
Mit wie vielen Ausstellern rechnet nun Untitled Exhibitions für die Premieren-Veranstaltung in Friedrichshafen? "Alles was weniger als 100 Aussteller umfasst, hat nicht den Charakter eines Marktplatzes", antwortet Joseph Rath und gibt damit eine klare Zielgröße vor. Daran soll auch der Umstand nichts ändern, dass unerwarteter Weise zeitgleich mit der All About Automation Friedrichshafen die Automatica in München stattfindet. Die Messe München hat Ende Mai bekannt gegeben, dass die Automatica in 2014 gemeinsam mit der Maintain und der Intersolar Europe stattfindet. Aufgrund der Zusammenlegung wurde der Veranstaltungstermin vom 20. bis 23. Mai auf 3. bis 6. Juni verschoben.
Die Firma Untitled Exhibitions existiert seit Ende letzten Jahres. Sie besteht aus den ehemaligen Mesago Mitarbeitern Tanja Waglöhner und Udo Weller, die als geschäftsführende Gesellschafter agieren. Dr. Michael Peters und Joseph Rath kennen sich aus ihrer gemeinsamen Zeit bei der Messe Frankfurt und fungieren als Anteilseigner und aktiv gestaltende Chairmen. Wolfgang Tondasch, ehemals langjähriger Vorsitzender des Ausstellerbeirats der SPS IPC Drives, steht der Firma als Berater zur Seite. Untitled Exhibitions agiert als Messeunternehmen und will einerseits Teilnehmer des Messemarktes beraten, andererseits aber auch eigene Messen entwickeln.











