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Artikel und Hintergründe zum Thema

Flecs zu App Stores

Meinrad Happacher,

Software im Online-Direktvertrieb

Das Unternehmen Flecs ging vor zwei Jahren mit einem neuen Geschäftsmodell an den Markt: es will die Installation und Aktualisierung von industriellen Apps auf Steuerungen automatisieren. Patric Scholz, Co-Founder, erläutert die Neuheiten zur SPS.

atric Scholz, Co-Founder von Flecs

© Flecs

Herr Scholz, Ihr Geschäftsmodell basiert vor allem auf ihrem Marketplace, über den Sie Apps unterschiedlicher Anbieter zur Verfügung stellen. Wie weit ist dieses Produkt inzwischen gediehen?

Scholz: Unser Flecs Marketplace hat sich in den letzten zwei Jahren erheblich weiterentwickelt. Wir haben heute eine breite Palette von über 40 industriellen Apps von verschiedenen Anbietern in unserem Marktplatz verfügbar. Darüber hinaus sind bereits über 20 Systeme direkt mit Flecs kompatibel. Dies ermöglicht es Maschinenherstellern und -betreibern, die für ihre speziellen Maschinen benötigten Software-Lösungen einfach zu finden und zu installieren. 

Wir haben kontinuierlich an der Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit und Effizienz unseres Marktplatzes gearbeitet. Dazu gehört, dass Sie jetzt auch Lizenzen und Abos für Apps aber auch komplette Hardwaresysteme, wie IPCs und SPSen direkt in unserem Marketplace beziehen beziehungsweise verkaufen können. Somit bekommen Sie alles, was Sie für Ihre Automatisierungslösung benötigen aus einer Hand. Anbietern von Steuerungstechnik oder Maschinenbauern ermöglichen wir damit neue Vertriebswege ohne großen Implementierungsaufwand.

Das zweite wichtige Produkt ist der ´Core`. Was hat es damit auf sich und was ist neu zur SPS?

Der Flecs Core ist ein zentrales Element unserer Lösung. Er ermöglicht die nahtlose Kommunikation zwischen Apps und erlaubt es Ihnen, Ihre Maschinenhardware und -software von einem zentralen Hub aus zu steuern. Damit haben Sie eine umfassende Lösung, die die Installation und Aktualisierung von Apps auf Steuerungen automatisiert. Das bedeutet, dass Maschinenhersteller und -betreiber jetzt die Flexibilität haben, genau die Software-Lösungen auszuwählen und zu verwenden, die sie für ihre speziellen Maschinen benötigen. Wir bieten eine Kommunikationsschicht, die es ermöglicht, dass alle Apps miteinander sprechen und Daten austauschen können. Und das Beste daran ist, dass unsere Lösung hardwareunabhängig ist und auf jeder SPS oder Standardhardware installiert werden kann. 

Jetzt zur Messe haben wir den Core weiter verbessert und neue Funktionen hinzugefügt. Eine der wichtigsten Neuerungen ist die Unterstützung für eine Whitelabeling Plus-Funktion, die es unseren Kunden ermöglicht, die Flecs-Oberfläche und den Marketplace nach ihren individuellen Anforderungen anzupassen und zu branden. Dies bietet noch mehr Flexibilität und Individualisierungsmöglichkeiten für unsere Kunden.

Sie sprechen von mittlerweile 20 Industrie-Partnern. Welche neuen wichtigen Partnerschaften sind jüngst dazugekommen?

Wir haben in der Tat in den letzten Jahren wichtige Partnerschaften geschlossen, die unsere Lösung weiter vorantreiben. Einige der jüngsten wichtigen Partnerschaften kann ich vielleicht herausstellen:

Da wäre die Zusammenarbeit mit der Plattform Nupano von Lenze. Mit dieser Kooperation zeigen wir, dass beide System komplett offen und durchgängig sind. Anwender von Nupano können jetzt ohne Probleme Apps aus dem Flecs Marketplace verwenden, wie auch umgekehrt.

Auf der Hardwareseite haben wir kürzlich die Partnerschaft mit Arduino bekanntgegeben. Arduino Pro bringt die leistungsstarke Hardware inklusive eines umfassenden Ökosystems aus Open-Source-Hardware, Linux System und Cloud-Diensten ein. Wir steuern die einfach zu konfigurierende und quelloffene Plattform bei, die es industriellen Anwendern erlaubt, mit Automatisierungslösungen für ihre Maschinen so einfach zu arbeiten, wie wir alle mit den Apps auf unserem Telefon umgehen.

Und jetzt ganz neu stellen wir direkt auf der Messe eine neue App zur Verfügung: Helio von KEB ist eine Anwendung, mit der sich schneller und einfacher intuitive HMIs erstellen lassen, die dank moderner Web­technologie wirklich responsiv sind.

Welche langfristige Vision haben Sie für Ihr Unternehmen und wie sehen Sie die Zukunft der industriellen Automatisierung?

Unsere langfristige Vision für Flecs Technologies ist es, der größte Open-Source-Anbieter für Steuerungssysteme zu werden und die Welt der industriellen Automatisierung zu revolutionieren. Wir möchten Offenheit, Einfachheit und Flexibilität in die Branche bringen und es Maschinenherstellern und -betreibern ermöglichen, maßgeschneiderte Lösungen auf einfache und effiziente Weise zu erstellen.

Flecs auf der SPS: Halle 6, Stand 240

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