Qualitätssicherung / Datenmanagement

Stefan Kuppinger,

Siemens will IBS AG übernehmen

Siemens will sein Software-Portfolio ergänzen und beabsichtigt die Firma IBS zu übernehmen, einen Spezialisten für das Qualitäts- und Produktionsmanagement.

© Siemens PLM

Siemens hat den Vorstand der IBS AG darüber informiert, dass man ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für die IBS-Aktien in Höhe von 6,10 Euro abgeben wird. Mit dem Gründer, Vorstandsvorsitzenden und Hauptaktionär, Dr. Klaus-Jürgen Schröder, und Mitgliedern seiner Familie, die direkt oder indirekt gut 51 Prozent der Anteile an der IBS AG halten, wurde bereits ein Vertrag  über den Kauf ihrer Anteile unterzeichnet. Der Vollzug des Vertrags und des Übernahmeangebots hängt unter anderem von der Erteilung bestimmter fusionskontrollrechtlicher Freigaben und dem Erreichens einer Mindestannahmeschwelle von 75 Prozent ab.

Siemens ist bereits seit 2007 mit knapp acht Prozent an dem Unternehmen beteiligt und hat sich mit den getroffenen Vereinbarungen zusätzlich rund fünf Prozent der Aktien gesichert. Diese Vereinbarungen werden nur dann wirksam, wenn das Übernahmeangebot vollzogen wird. Insgesamt sichert sich Siemens damit einen Anteil von 64 Prozent an IBS. Anton S. Huber, CEO der Siemens-Division Industry Automation: „Durch die Übernahme können wir unsere langjährige Zusammenarbeit ausweiten und unser Angebot im Bereich des industriellen Qualitäts- und Produktionsmanagements gezielt ergänzen.“

Die Firma IBS wurde 1982 gegründet und beschäftigt rund 200 Mitarbeiter. Das Unternehmen entwickelt unternehmensübergreifende Standardsoftwaresysteme für das Qualitäts- und Produktionsmanagement sowie Compliance-Management.

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