SAP
SAP S/4HANA - Eine neue Generation
Mit der Einführung der neuen Systemsoftware S/4HANA will SAP den Anfang vom Ende der IT-Architektur des 20. Jahrhunderts einläuten. Die Business Suite basiert vollständig auf der In-Memory-Plattform SAP HANA.
„Unserer Ansicht nach läuten wir mit SAP S/4HANA den Anfang vom Ende der IT-Architektur des 20. Jahrhunderts und der damit verbundenen Komplexität ein.“, so Bill McDermott, Vorstandsvorsitzender von SAP.
© SAPSAP will das Konzept des Enterprise Resource Planning für das 21. Jahrhundert neu definieren. Deshalb stellte das Softwareunternehmen am 3. Februar eine neue Business Suite an der New Yorker Börse vor: "SAP S/4HANA verbindet Software und Anwender, so dass sie ihre Geschäfte in Echtzeit, vernetzt und einfach abwickeln können", so Bill McDermott, Vorstandsvorsitzender von SAP.
Die neue Suite nutzt die technischen Möglichkeiten von SAP HANA wie In-Memory- und Echtzeitfunktionen. Weitere Vorteile sind laut SAP ein vereinfachtes Datenmodell, unmittelbare Erkenntnisse in höchstmöglicher Granularität und neu konzipierte Geschäftsprozesse in Echtzeit. Dadurch soll auch ein schnellerer Zugriff auf das Internet der Dinge und auf Big Data möglich werden. Für eine unternehmensweit moderne Benutzeroberfläche auf nahezu allen Gerätetypen und für nahezu alle Anwenderprofile soll die Benutzeroberfläche SAP Fiori sorgen, speziell bei der Anbindung mobiler Geräte. SAP S/4HANA lässt sich in verschiedenen Betriebsmodellen – in der Cloud, lokal (On Premise) oder in einer hybriden Umgebung – nutzen. Die Software wird ebenfalls das Cloud-Portfolio von SAP-Unternehmen wie Ariba, Fieldglass und SuccessFactors erweitern.
Das sagen die Anwender
Auch die deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe (DSAG) hat sich bereits zum neuen System geäußert. Vorstandsvorsitzender Marco Lenck sieht im Moment nur für einen kleinen Teil der Unternehmen Vorteile: "SAP S/4HANA ist die Evolution der bisherigen SAP Business Suite. Das Produkt eignet sich für visionäre Unternehmen beziehungsweise Vorreiter, für die innovativ abgebildete Geschäftsprozesse einen großen Wettbewerbsvorteil darstellen. Für den Großteil der Unternehmen dürfte das Produkt noch Zukunft bleiben. Ihre Prioritäten liegen eher auf klassischen Projekten rund um das ERP-System."
Zu der versprochenen Wahlfreiheit des Betriebsmodells äußert sich Gerhard Göttert, Vorstand Anwendungsportfolio bei der DSAG : "Die Strategie der SAP, das neue Produkt SAP S/4HANA ihren Kunden sowohl On-Premise als auch in der Private- und in der Public Cloud zur Verfügung zu stellen, ermöglicht den Unternehmen das für sie sinnvolle Betriebsmodell zu wählen. Wir erwarten, dass der Funktionsumfang von SAP S/4HANA für alle Betriebsmodelle identisch ist. Sollten jedoch Einschränkungen, auch im Vergleich zur existierenden SAP Business Suite, bestehen, müssen diese von SAP klar kommuniziert werden.Mit der Verfügbarkeit von SAP S/4HANA für On-Premise-Lösungen bestätigt SAP, dass eine digitale Transformation auch auf Basis eines über Jahrzehnte erprobten und verlässlichen Betriebsmodells möglich ist."
Den Anwendern ist zudem wichtig, dass die bei den Unternehmen bereits eingesetzten installierten Lösungen von SAP nicht außer Acht gelassen werden: "Bestehende SAP-Produkte müssen im Rahmen der Wartungszusage von SAP bis 2025 signifikant weiterentwickelt werden, da die Kunden hier regelmäßig über die Wartungszahlungen in die Softwarepflege investieren. Die bestehenden Produkte müssen seitens SAP zumindest gleichberechtigt zu S4HANA behandelt werden."











