Eplan Software & Service

Meinrad Happacher,

Die digitale Transformation jetzt umsetzen!

Eplan hat sich auf die Fahnen geschrieben, mit seinen Kunden die digitale Transformation umzusetzen. Wie das Thema auf der SPS umgesetzt werden soll, erläutert Sebastian Seitz, CEO.

Sebastian Seitz: „Wir dürfen unsere Kunden in kein Cloud-Szenario drängen – wir müssen sie hierfür mit unschlagbaren Argumenten überzeugen!“

© Computer&AUTOMATION

Herr Seitz, die digitale Transformation haben eigentlich alle Automatisierer auf der To-do-Liste. Wie wollen Sie das Thema mit Ihren Kunden angehen?

Sebastian Seitz: Mir persönlich greift der Begriff Digitale Transformation zu kurz. Deshalb spannen wir den Bogen etwas weiter: Die Digitalisierung, Standardisierung und Automatisierung bilden aus unserer Sicht ein Gesamtpaket, das man anpacken muss; Digitalisierung allein ist zu wenig! Und ganz wichtig: wir müssen es schaffen, das Management unserer Kunden für dieses Thema zu sensibilisieren und zu gewinnen.  Auf unserem Messestand haben wir deshalb ein Future Lab eingerichtet, um auf Management-Ebene die Trends in Digitalisierung, Daten- und Cloud-Technologie zu diskutieren. 

… auch die Themen Standardisierung und Automation werden hier transparent? 

Sebastian Seitz: Nur teilweise, da gebe ich Ihnen recht. Diese Themen vertiefen wir auf unserem Stand, wo unsere Kunden  gemeinsam mit Experten ihre individuellen Engineering-Prozesse abgleichen können. Im Verbund mit unserer Schwestergesellschaft Rittal zeigen wir auch die Synergien einer integrierten Wertschöpfungskette auf: Der gesamte Prozess von Beschaffung über Herstellung, Operations und Engineering im Schaltanlagenbau wird digitalisiert und in hohem Maße automatisiert.   

Ist denn auf dem Weg der Digitalen Transformation die Cloud für den Anwender ein Muss? 

Sebastian Seitz: Wir können und wollen unsere Kunden in keine Cloud-Landschaft zwingen;  der potenzielle Mehrwert soll überzeugen! Die Möglichkeiten der Cloud erweitern unser bisheriges Portfolio im Rahmen der Eplan Plattform. Sie ergänzen unsere On-Premise-Produkte beispielsweise im Bereich Maintenance. Ein schrittweises Heranführen unserer Kunden an die Mehrwerte der Cloud-Technologie ist hier unser Weg. 

Im Rahmen Ihres Cloud-Systems ePulse präsentieren Sie auf der SPS Eplan eBuild. Was verbirgt sich dahinter?  

Sebastian Seitz: Eplan eBuild ist eine neue Cloud-Software zur teilautomatisierten Generierung von Stromlauf- oder Fluidplänen. Anwender, die mit der Eplan Plattform arbeiten, dürfen sich auf einen leichten Einstieg freuen, der kein Training oder eine umfassende Einarbeitung verlangt. Einfach in Eplan ePulse registrieren, danach Projekt öffnen, Aufgabenstellung auswählen und per Knopfdruck konfiguriert die Software Schaltpläne auf Basis von Eplan Electric P8 oder Fluidpläne auf Basis von Eplan Fluid. 

Bestandteil ihrer Cloud ist ja auch das Eplan Data Portal, in dem Sie Geräte- und Komponentendaten unterschiedlicher Hersteller vereinen. Ist hierzu auf der Messe Neues zu erwarten?  

Sebastian Seitz: Die angesprochenen Daten sind ja das Fundament eines effizienten Prozesses vom Engineering bis zur Fertigung. Mit unserem neuen, optimierten Datenstandard auf Basis von eCl@ss Advanced heben wir die Qualität der digitalen Artikel- und Gerätedaten im Eplan Data Portal nun auf eine neue Stufe. Die Arbeitsabläufe in Engineering, Materialbeschaffung und Fertigung von Steuerungs- und Schaltanlagen werden mit diesen vereinheitlichten Daten beschleunigt. Auch die Hersteller bekommen mehr Unterstützung: Sie erhalten ein neues Importtool auf Basis von eCl@ss Advanced, das die Datenbereitstellung deutlich vereinfacht. So hat Rittal bereits zur SPS erste Daten im neuen Standard hinterlegt – weitere namhafte Hersteller wie ABB, IFM, Siemens, Schneider Electric, Wago, Weidmüller sind bereits dabei, den neuen Standard aktiv umzusetzen.

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