Aras Software

Alexandra Hose,

KI macht PLM zum lernenden System

PLM-Systeme gewinnen durch KI proaktive und kollaborative Fähigkeiten. Der Digital Thread – der digitale Faden, der sich durch alle Prozesse zieht – wird damit zum Herzstück moderner Produktentwicklung und -fertigung.

KI im Product Lifecycle Management © Aras Software

Die Integration von Künstlicher Intelligenz (KI) in das Product Lifecycle Management (PLM) markiert einen Wendepunkt: Während PLM-Systeme bisher vor allem der strukturierten Datenverknüpfung und -verwaltung dienten, gehen PLM und KI eine symbiotische Partnerschaft ein, in der sich die Technologien gegenseitig verstärken.

Der ‚Digital Thread‘ als ständig aktualisiertes digitales Abbild des physischen Produkts liefert die notwendigen Informationen für eine Analyse und ist Grundlage für Entscheidungen in Produktionsprozessen. Diese Entwicklung beeinflusst den gesamten Prozess – von der Herstellung über das Design bis hin zum Recycling. Jens Rollenmüller, Regional Vice President bei Aras, erklärt dazu: »So entsteht mit Hilfe innovativer KI-Technologien eine neue Generation adaptiver, selbstlernender und proaktiver PLM-Systeme, mit denen Unternehmen flexibler und effizienter agieren können.«

Erst durch die Vernetzung unterschiedlichster Bereiche entlang des Produktlebenszyklus könne das Potenzial von KI im industriellen Umfeld voll ausgeschöpft werden, so der Digitalisierungsexperte Jens Rollenmüller, Regional Vice President bei Aras. © Aras Software

Der Digital Twin wird aktiver Berater
Wichtig für ein lernendes PLM-System ist der kontinuierliche Input von Daten. Dazu gehören die Analyse von Produktionsdaten, die Überprüfung des Lieferantenstatus, die Auswertung von Kundenfeedback, selbst Kommentare auf Social-Media-Plattformen können wichtige Informationen liefern. Die Ergebnisse fließen in Entwicklungs- oder Fertigungsprozesse ebenso ein wie in präzise Absatzprognosen. Aus der Summe der analysierten Daten macht die Software intelligente Optimierungsvorschläge und hilft, neue Produkte gezielt am Markt zu platzieren.
Der digitale Zwilling begleitet das reale Produkt über seinen gesamten Lebenszyklus. Er sammelt kontinuierlich Daten sowohl aus der Produktion als auch aus der Nutzung durch den Kunden und leitet die Informationen zur Analyse an das dahinter liegende PLM oder die KI weiter. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen automatisch in neue Produktgenerationen ein.
 »Mit dem Digital Thread kann die KI die Kundenbedürfnisse in Echtzeit verfolgen und die Produktentwicklung darauf abstimmen. So wird Hyperpersonalisierung möglich. Produkte passen sich nahezu in Echtzeit an individuelle Bedürfnisse an«, sagt Digitalisierungsexperte Rollenmüller.

Anzeige

Die KI weiß, wie das Unternehmen tickt
Beispielhaft für das große Anwendungsspektrum KI-gestützter Anwendungssysteme ist der Einsatz beim Marinespezialisten Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS). Dort werden mit Softwareunterstützung interne Prozesse analysiert mit dem Ziel, ein digitales Abbild des gesamten Unternehmens zu schaffen. Dr. Kira Giesecke, Head of Value Chain Strategy bei TKMS: »Durch die Möglichkeiten, die wir jetzt mit Aras Innovator haben, vernetzen wir Informationen. So schaffen wir es unter anderem, der KI beizubringen, wie unser Unternehmen tickt.«

  • Xing Icon
  • LinkedIn Icon
Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

Deutsche Messe

Streik zum Auftakt der Hannover Messe

Anlässlich des angekündigten Streiks der ver.di an den ersten beiden Tagen der Hannover Messe 2026 (20. und 21. April), der den öffentlichen Nahverkehr in Hannover lahmlegt, äußert sich der Veranstalter, die Deutsche Messe, mit deutlicher Kritik und...

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Siemens

Strategische Investition in Emerald AI

Steigende KI-Lasten treffen auf begrenzte Netzkapazitäten: Siemens erweitert sein Rechenzentren-Ökosystem, um Flexibilität zwischen Rechenleistung und Energieversorgung zu schaffen. Partnerschaften und neue Technologien sollen den Ausbau...

mehr...
Jetzt Newsletter abonnieren