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Artikel und Hintergründe zum Thema

Jumo

Lukas Dehling,

Umsatzwachstum und neue Geschäftsmarke

Die Jumo-Unternehmensgruppe profitierte im Geschäftsjahr 2017 von den globalen ­Wachstumstrends – und auch für das laufende Jahr sind die Aussichten positiv. Dem Thema 'Sicherheit' widmet sich die Unternehmensgruppe mit einer neuen Geschäftsmarke verstärkt.

Matthias Garbsch präsentiert die neue Marke 'Jumo Safety Performance'. Alle mit dieser Marke gekennzeichneten ­Produkte sind für sicherheitsgerichtete Anlagen geeignet.

© Computer&AUTOMATION

Aufgrund positiver Marktbedingungen konnten wir unseren Umsatz von 222 Mio. Euro im Jahr 2016 auf 234 Mio. Euro steigern“, erläutert Bernhard Juchheim, geschäftsführender Gesellschafter der Jumo-Unternehmensgruppe. Das bedeutet ein Plus von 5,4 %. Für diesen Zuwachs sorgte insbesondere das Sensorgeschäft, das mit 7,3 % anzog – der Automatisierungsbereich konnte hingegen nur um circa 2 % wachsen. 

Jumo Deutschland konnte dabei den Vorjahresumsatz um fast 6 % auf 168 Mio. Euro steigern, das Wachstum der Tochtergesellschaften betrug 8 %. Die Exportquote des Unternehmens blieb stabil bei 54 %. Das sind laut Jumo rund 2 % mehr als der Branchendurchschnitt in Deutschland. 

Die solide finanzielle Lage und die gute Liquidität nutzte die Unternehmensgruppe und investierte im Jahr 2017 in Deutschland 17,5 Mio. Euro in Gebäude, Maschinen, Anlagen und Werkzeuge. In dieser Summe ist auch der Erwerb einer Produktionshalle und eines Bürokomplexes mit Tagungszentrum in Fulda enthalten. „Die neue Immobilie liegt in direkter Nähe unseres Firmensitzes und bringt uns eine dringend nötige Entlastung an den bestehenden Standorten“, bekräftigte Michael Juchheim. Die Unternehmensgruppe beschäftigte Ende 2017 weltweit 2283 Mitarbeiter. Am Standort Fulda und in den deutschen Niederlassungen waren 1378 Personen beschäftigt. 

Auch dem Geschäftsjahr 2018 blickt Jumo optimistisch entgegen. Grund dafür sind die Wachstumsprognosen von 2,5 % beim Bruttoinlandsprodukt sowie 4 % für die deutsche Elektroindustrie. Demnach bekennt sich die Unternehmensgruppe klar zu einem überdurchschnittlichen Wachstumsziel und plant im Jahr 2018 eine Umsatzsteigerung von 6,8 % auf dann 250 Mio. Euro. Die Geschäftsentwicklung der ersten Monate lässt laut Bernhard und Michael Juchheim dieses Ziel als realistisch erscheinen. 

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Neue Marke

Die Themen SIL (Safety Integrity Level) und PL (Performance Level) gewinnen in der Prozessindustrie und im Maschinen- und Anlagenbau an Bedeutung. Deshalb bündelt das Unternehmen die Produkt- und Lösungskompetenz des Unternehmens zu diesen Themen in der neuen Marke Jumo Safety Performance – kurz JSP. Neben einem eigenen Logo zeichnen sich JSP-Produkte durch die Kennzeichnung mit der Signalfarbe Gelb aus. 

Kernstück der neuen Marke ist eine kompakte einkanalige Sicherheitssteuerung mit wählbaren redundanten Eingangssignalen für die Messgröße Temperatur, mit der SIL 3 oder PL e realisiert werden kann. Bei einer Kombination aus dem Sicherheitstemperaturbegrenzer / Sicherheitstemperaturwächter SafetyM und zertifizierter Jumo-Sensorik ist die gesamte SIL-Kette aus Sensor, Steuerung und Aktor bereits berechnet und wird mit einer entsprechenden Hersteller-Erklärung geliefert. Da keine aufwendige Steuerung zum Einsatz kommt, sind für die Inbetriebnahme keine Programmierkenntnisse nötig. Die Vorteile für den Anwender laut Jumo: Er muss keine komplizierten Berechnungen durchführen und spart Dokumentations- und Engineering-Kosten. Auch für weitere Messgrößen wie Druck, Füllstand oder Durchfluss werden Lösungen rund um SIL oder PL angeboten.  

Neben Produkten und Lösungsentwicklungen steht die Beratung im Fokus. Mit einem eigenen Schulungskonzept wurden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu JSP-Produktspezialisten ausgebildet. Das SIL-Kompetenz-Netzwerk steht länderübergreifend mit seinem umfassenden Know-how zur Verfügung.

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