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Artikel und Hintergründe zum Thema

Gas-Analyse / Prozessmesstechnik

Stefan Kuppinger,

Endress+Hauser übernimmt Spectra-Sensors

Mit dem Kauf der US-Firma Spectra-Sensors stärkt die Schweizer Firmengruppe Endress+Hauser ihre Position auf dem Gebiet der Analysenmesstechnik wie auch in der Öl- und Gas-Industrie.

Endress+Hauser stärkt sein bisheriges Analyse-Geschäft und übernimmt das US-Unternehmen Spectra-Sensors, das auf Laser-messtechnik für die Gas-Analyse spezialisiert ist.

© Endress+Hauser

Spectra-Sensors mit Hauptsitz in Houston/Texas und einem Werk in Kalifornien entwickelt, fertigt und vertreibt Laser-basierte Gas-Analysatoren. Die Geräte kommen unter anderem in Erdgas-Pipelines und -Anlagen, petrochemischen Raffinerien und chemischen Betrieben zum Einsatz. Das Unternehmen mit rund 90 Mitarbeitern erzielt etwa 30 Millionen US-Dollar Umsatz im Jahr.

„Mit Spectra-Sensors erweitern wir unser Angebot im Bereich der Analyse über Flüssigkeiten hinaus auf Gase“, betont Konzern-Vorstandsvorsitzender Klaus Endress die strategische Dimension der Übernahme. Endress erwartet Synergiepotenziale im weltweiten Vertrieb und Service sowie auf technologischem Gebiet.

Spectra-Sensors ist laut Geschäftsführer George Balogh technologisch führend in der Absorptionsspektroskopie mit Hilfe abstimmbarer Diodenlaser: „Wir haben auf diesem Gebiet echte Pionierarbeit geleistet.“ Das Unternehmen nutzt Laser und Optiken zur Gasqualitätsanalyse und Luftüberwachung. Gemessen werden beispielsweise Feuchte (H2O), Kohlendioxid (CO2), Schwefelwasserstoff (H2S), Sauerstoff (O2), den Kohlenwasserstoff-Taupunkt sowie weitere Parameter.

Spectra-Sensors agiert unter der Führung von Balogh als eigenständiges Unternehmen. „Unter dem Dach von Endress+Hauser können wir uns noch besser auf die globalen Märkte ausrichten“, betont Balogh. Die Firma ist heute vor allem in den USA präsent. Das Produktportfolio soll wachsen; Endress+Hauser will zudem Vertrieb und Service der Gas-Analysatoren in weiteren Ländern sicherstellen.

Die Firma wurde 2001 aus dem Jet-Propulsion-Laboratory – dem Strahlantriebs-Labor der Raumfahrtbehörde NASA – heraus gegründet und war mehrheitlich im Besitz institutioneller Anleger.

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