Montage / Handhabungstechnik
Motek erntet Lob und Kritik zugleich
Etwas mehr Aussteller, dafür weniger Besucher: So lautet die Bilanz der 31. Motek in Stuttgart. Neben positiven Ausstellerstimmen schallt dem Veranstalter auch Kritik entgegen – etwa in puncto mangelnder Internationalität.
Henrik A. Schunk: "Angesichts der chancenreichen Marktentwicklungen in Automation und Robotik ist es von enormer strategischer Bedeutung, dass Deutschland die europäische und möglichst sogar die weltweite Leitmesse für die Produktionsautomatisierung stellt."
© SchunkLaut Messeveranstalter P.E. Schall kamen 35.647 Fachbesuchern zur 31. Motek, die vom 8. bis 11. Oktober in Stuttgart stattgefunden hat. Dies bedeutet einen leichten Rückgang zum Vorjahr – hier lag die offizielle Besucherzahl bei 36.852. Die Anzahl an Aussteller hat sich hingegen minimal von 1.051 auf 1.062 erhöht (jeweils inklusive Bondexpo mit 106 beziehungsweise 122 Aussteller). Erik Felle, Geschäftsführer von Atlas Copco, kommentiert diese Entwicklung wie folgt: "Die Firmen mögen zwar insgesamt weniger Mitarbeiter auf wichtige Fachmessen schicken, es kommen jedoch genau die richtigen. Die Motek ist unsere wichtigste Messe, was sich auch in diesem Jahr wieder bestätigt hat."
Auch beim Spann- und Greiftechnik-Hersteller Schunk haben sich die Erwartungen erfüllt: "Unser Messestand war an allen vier Tagen gut besucht und es kamen viele hochwertige Kontakte zustande", heißt es im Abschlussbericht. Ungeachtet dessen sieht Geschäftsführer Henrik A. Schunk aber auch Verbesserungsbedarf bei der Motek und spricht dies klar aus: "Defizite sehen wir weiterhin bei der Internationalität der Motek – zumal das Messegelände unmittelbar an den Stuttgarter Flughafen grenzt und für Besucher aus dem Ausland optimal zu erreichen wäre." Ergo sei es höchste Zeit, die Internationalität der Automatica mit der Tradition der Motek zu verbinden. "Ein jährlicher Wechsel der Leitmesse zwischen Stuttgart und München würde enorme Synergien entfalten, die Besucherströme bündeln und die Effizienz für alle Beteiligten spürbar erhöhen", ist Schunk überzeugt.











