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Artikel und Hintergründe zum Thema

Studie von Avanade

Ralf Higgelke,

Vorteile digitaler Arbeitsplätze nur langsam erkannt

Ein digitaler Arbeitsplatz gilt als entscheidender Faktor für den Unternehmenserfolg. Eine Befragung von Avanade zeigt, dass die meisten Unternehmen in Deutschland ihre Digitalisierungsstrategien den Anforderungen noch nicht ausreichend angepasst haben.

"Deutsche Unternehmen müssen verstärkt auf digitale Arbeitsplätze für Knowledge Worker setzen.", bilanziert Robert Gögele, General Manager bei Avanade für Deutschland, Österreich und die Schweiz.

© Avanade

Eine überwältigende Mehrheit von 85 % der befragten Führungskräfte in Deutschland und 84 % weltweit vertritt fälschlicherweise die Annahme, dass die Nutzung von E-Mail und sozialen Medien allein bereits einen digitalen Arbeitsplatz ausmacht. Zu diesem Ergebnis kommt eine internationale Befragung von Avanade. Mehr als die Hälfte (52 %) der hiesigen Unternehmen und 56 % der internationalen Vergleichsgruppe verwendet gemäß der Studie noch gar keine digitalen Arbeitsplatztechnologien. Insgesamt gaben drei von vier Unternehmen an, dass auf mehr als die Hälfte ihrer Software und Anwendungen nicht nahtlos von außerhalb einer physischen Büroumgebung zugegriffen werden kann. Ein weiteres Viertel weiß nicht, ob diese Möglichkeit im Unternehmen besteht.

Unter einem "digitalen Arbeitsplatz" versteht Avanade die Zusammenführung von Anwendungen, Informationen und Zusammenarbeit in einem intelligenten Kontext – individuell angepasst auf Position, Standort und Aufgaben der Mitarbeiter.

Investitionen zahlen sich aus

Zwar gilt die Mitarbeitermotivation als Hauptergebnisträger, doch aufgrund des erhöhten Kostenaufwands sind Großunternehmen im Durchschnitt noch vier Jahre von der Bereitstellung echter digitaler Arbeitsplätze entfernt. Fast die Hälfte (48 %) der weltweit Befragten gab an, dass sich ihre Unternehmen aufgrund der Kosten von Lösungen für einen digitalen Arbeitsplatz gegen deren Einführung entschieden. In Deutschland vertraten nur 40 % diese Auffassung. 77 % der deutschen Vertreter waren darüber hinaus der Ansicht, dass ihr Unternehmen derzeit vor der Herausforderung steht, Daten und Analysen im Unternehmen gewinnbringend einzusetzen. Lediglich 40 % der deutschen Unternehmen priorisieren in den kommenden 12 bis 24 Monaten Investitionen in Technologien, die Einblicke in Geschäftsabläufe bieten und Unternehmensinformationen liefern.

Der Erfolg gibt allerdings den Unternehmen Recht, die bereits digitale Arbeitsplätze oder zumindest einzelne Werkzeuge dafür nutzen: 100 % der deutschen Führungskräfte konnten daraus als direktes Ergebnis einen positiven Geschäftsnutzen erzielen. Dazu zählen unter anderem eine gesteigerte Produktivität (61 %), größere Mitarbeitermotivation (44 %) und Umsatzwachstum (40 %).

"Deutsche Unternehmen müssen verstärkt auf digitale Arbeitsplätze für Knowledge Worker setzen", bilanziert auch Robert Gögele, General Manager bei Avanade für Deutschland, Österreich und die Schweiz. "Damit können sie auf den Informationsbedarf ihrer Mitarbeiter in einer komplett digitalisierten Umgebung reagieren und bleiben auch im Kampf um Talente in einer vernetzten Welt wettbewerbsfähig."

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Erhebungsmethode

Die Umfrage führte Wakefield Research als Online-Umfrage unter 500 C-Level-Führungskräften und IT-Entscheidungsträgern in den folgenden Ländern durch: 51 Befragungen in Australien, 42 in Kanada, 126 in Deutschland, 26 in den Niederlanden, 51 in Singapur, 100 im Vereinigten Königreich und 104 Befragungen in den Vereinigten Staaten.

Die Erhebung erfolgte im Mai 2015 mithilfe einer E-Mail-Einladung und einer Online-Umfrage. Die Stichprobenergebnisse unterliegen der Stichprobenvarianz. Das Ausmaß der Varianz ist messbar und wird von der Anzahl der Befragungen und der Ebene der die Ergebnisse wiedergebenden Prozentsätze beeinflusst.

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