Neue Zahlen aus dem Sustainability People Report 2025
Nachhaltigkeit polarisiert
Der aktuelle Sustainability People Report der sustainability people company, erstellt in Kooperation mit EY und Haufe, zeigt: Die Haltung von Unternehmen zur Nachhaltigkeit driftet zunehmend auseinander. Während etwa die Hälfte der befragten Führungsebenen Nachhaltigkeitsinitiativen unterstützt, nehmen ablehnende Haltungen spürbar zu. Die Polarisierung wächst.
Mit dem „Sustainability People Pulse“ wurde erstmals der Veränderungswillen der Geschäftsführung im Bereich Nachhaltigkeit untersucht. Aktuell wird Nachhaltigkeit in der Hälfte der Unternehmen (51 Prozent) von der Führung unterstützt. Allerdings erleben rund 23 % der Nachhaltigkeitsverantwortlichen ihre Geschäftsführung als ablehnend gegenüber Nachhaltigkeit. Während engagierte Unternehmen verstärkt in nachhaltige Transformation investieren, ziehen sich andere immer weiter zurück.
Kleine Unternehmen holen auf
Besonders kleine und mittlere Betriebe (bis 500 Mitarbeitende) bauen ihre Nachhaltigkeitsressourcen deutlich aus. Die Budgets haben sich im Median von 60.000 auf 120.000 Euro verdoppelt. In Großunternehmen hingegen steigen die Budgets moderat – bei konstanter Personalstärke.
Flexibilität, Sinn und Gehalt zählen
Für Beschäftigte im Bereich Nachhaltigkeit stehen flexible Arbeitsbedingungen (92 %), sinnstiftende Aufgaben (84 %) und ein angemessenes Gehalt (60 %) ganz oben auf der Prioritätenliste. Die Arbeitsbelastung bleibt zwar hoch, ist aber rückläufig.
Hohe Wechselbereitschaft bleibt
Trotz weitgehend stabiler Zufriedenheit (60 %) plant fast die Hälfte der Fachkräfte einen Jobwechsel. Hauptgründe: fehlender Fortschritt, mangelnde Unterstützung und wachsende Unsicherheit über den eigenen Arbeitsplatz.
Während manche Firmen Nachhaltigkeit als strategische Zukunftsfrage behandeln und investieren, ziehen sich andere zunehmend zurück. Vor allem dort, wo durch regulatorische Veränderungen wie dem Wegfall der CSRD-Berichtspflicht keine formale Notwendigkeit mehr besteht, könnten sich diese Unterschiede künftig weiter verstärken.
Für diesen Report wurden im März und April 2025 insgesamt 593 Personen befragt. Um die Unabhängigkeit dieser Studie sicherzustellen, wurde Dr. Manuel Reppmann mit der Umsetzung beauftragt.










