Jugend forscht 2012
Nachwuchsforscher beim Bundeswettbewerb gekürt
Die bundesweit besten Jungforscher traten Mitte Mai beim Finale des 47. Bundeswettbewerb Jugend forscht in Erfurt an. Im Fachgebiet Technik kristallisierten sich spannende Projekte für die Automation heraus. Der mit 1.500 Euro dotierte Bundessieg im Bereich Technik ging an den Entwickler eines selbstfahrenden Miniaturelektroautos.
Mit insgesamt 10.914 Jugendlichen nahmen laut Stiftung Jugend forscht "so viele Teilnehmer wie nie zuvor" an dem deutschen Nachwuchswettbewerb teil. Daraus qualifizierten sich 187 Talente mit insgesamt 103 Projekten für den Bundeswettbewerb. Im Bereich Technik machten sich die Nachwuchsforscher insbesondere die Fortbewegungsmittel zu eigen. Zur Diskussion standen etwa ein autarker Zeppelin für Erkundungszwecke, der programmiert Luftbilder aufnimmt, ein U-Boot mit Presslufttauchsystem aus Baumarktteilen und ein autonomer Rover, der dank verschiedener Sensoren durch schwieriges Gelände navigieren kann. Doch auch ganz „stationäre“ Entwicklungen, wie etwa ein automatisierter Brückenkran, der selbständig pendelnde Last ausgleicht oder eine Regenwasserkühlung von Solarzellen, waren beim Wettbewerb vertreten.
Im Bereich Technik beeindruckte die Jury vor allem das Projekt von Niklas Demel (18). Sie würdigte es mit dem Bundessieg und einem Stipendium für ein Studium an einer Hochschule der Bundeswehr. Sein selbstfahrendes „Robby Car“ stattete er mit einem Elektroantrieb und einer steuerbaren Servolenkung aus. Mit Hilfe einer speziellen Software erkennt es den Straßenverlauf und Verkehrsschilder und kann sich so selbststeuernd fortbewegen.
Im Bundeswettbewerb nehmen jedes Jahr alle Forscher teil, die in den jeweiligen Landeswettbewerben den ersten Platz erreicht haben. Die Jury kürt die Preisträger in den Fachgebieten Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik, Technik, Umwelt und Interdisziplinär.










