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Artikel und Hintergründe zum Thema

DSAG-Umfrage zu HR-Transformation

Andrea Gillhuber,

H4S4 und SuccessFactors prägen HR-Roadmaps

Eine Umfrage der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe zeigt, dass viele Unternehmen ihre HR-IT-Landschaften modernisieren. Im Fokus stehen Migrationen auf SAP HCM for S/4HANA, hybride Cloud-Szenarien, Künstliche Intelligenz und Automatisierung.

© ImagineerAI/stock.adobe.com

Die Deutschsprachige SAP-Anwendergruppe e. V. (DSAG) hat ihre Mitglieder zu aktuellen Entwicklungen im HR- und IT-Umfeld im SAP-Kontext befragt. Zwei zentrale Ergebnisse: SAP SuccessFactors ist in vielen HR-IT-Roadmaps verankert, zugleich beschäftigen sich zahlreiche Unternehmen mit der Umstellung auf SAP HCM for S/4HANA (H4S4).

Hermann-Josef Haag, DSAG © DSAG

„Die Umfrage unter unseren Mitgliedern im HR-IT-Umfeld belegt einerseits die hohe Relevanz von H4S4 und SuccessFactors-Umstellungen sowie die deutlichen Handlungsfelder im Bereich Künstliche Intelligenz (KI), Cloud und allgemein bei der Digitalisierung von HR-Prozessen“, fasst Hermann-Josef Haag, DSAG-Fachvorstand Personalwesen & Public Sector, zusammen.

Aktuell arbeiten 71 Prozent der Befragten noch mit SAP ECC HCM (On-Premises). 39 Prozent nutzen SAP SuccessFactors, 23 Prozent SAP S/4HANA HCM On-Premises und 9 Prozent die Private-Cloud-Variante; Mehrfachnennungen waren möglich. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Unternehmen parallel mehrere Systeme betreiben und schrittweise modernisieren.

Migrationen und hybride Strategien

In den Transformationsplänen dominiert die Migration auf H4S4 – sowohl On-Premises als auch in der Private Cloud. Gründe sind das anstehende Wartungsende älterer ERP-HCM-Lösungen sowie der Wunsch, bestehende Investitionen in Kernprozesse abzusichern. Technisch gilt die reine Migration vielfach als beherrschbar. Komplex wird es dort, wo sie mit Greenfield-Ansätzen, weiteren S/4HANA-Modulen oder der Einführung von SuccessFactors kombiniert wird. Viele Unternehmen wählen deshalb ein gestuftes Vorgehen.

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Rolle von SuccessFactors

Knapp 4 Prozent der Befragten haben SuccessFactors vollständig eingeführt, rund 40 Prozent teilweise. 11 Prozent planen die Einführung, 28 Prozent schließen sie aktuell aus, 17 Prozent prüfen sie noch. Besonders verbreitet sind die Module Recruiting (41 Prozent), Employee Central (39 Prozent), Learning (37 Prozent) sowie Performance & Goals (34 Prozent). Payroll-nahe Funktionen wie Employee Central Payroll (8 Prozent) oder Time Tracking (9 Prozent) werden seltener genutzt, Analytics-Werkzeuge spielen bislang eine Nebenrolle.

Vor diesem Hintergrund verweist die DSAG auch auf die von SAP angekündigte strategische Integration von SmartRecruiters in das SuccessFactors-Portfolio, bei der perspektivisch KI-Funktionen aus SmartRecruiters in SuccessFactors Recruiting einfließen und dieses ablösen sollen.

IT-Abhängigkeit und aktuelle Herausforderungen

Ob Software-as-a-Service-Ansätze die Abhängigkeit von IT-Abteilungen reduzieren, beurteilen die Teilnehmenden unterschiedlich: 21 Prozent erwarten eine Abnahme, 47 Prozent keine Veränderung, 32 Prozent sind unentschieden.

Als wichtigste Themen im HR-IT-Kontext nennen die Befragten digitale Personalprozesse und Self-Services (74 Prozent), die Migration von ECC HCM auf H4S4 (64 Prozent), Datenschutz und Compliance (55 Prozent), HR-Analytics (52 Prozent) sowie Zeiterfassung und Arbeitszeitrecht (47 Prozent). Demgegenüber werden Datenplattformen wie SAP Datasphere oder die vollständige Migration zu SuccessFactors von vielen derzeit als weniger relevant eingeschätzt.

Trends und Unterstützungsbedarf

Für die kommenden ein bis drei Jahre sehen 65 Prozent Künstliche Intelligenz als prägendsten Trend, gefolgt von Automatisierung und RPA (53 Prozent) sowie People-Analytics (34 Prozent). Fachkräftemangel und digitale Weiterbildung erreichen 50 Prozent.

Gefragt nach dem Unterstützungsbedarf durch SAP und Partner nennen Unternehmen vor allem klare Produkt-Roadmaps, verlässliche Aussagen zu Support-Laufzeiten und Cloud-Optionen, Hilfe bei KI-Einführung und Prozessautomatisierung sowie bei Recruiting-Lösungen, Payroll und Zeitwirtschaft.

An der Frage zu Innovationserwartungen beteiligten sich 107 der insgesamt 303 Teilnehmenden. Am häufigsten wurden KI-gestützte Funktionen, End-to-End-Integration sowie Weiterentwicklungen in Payroll und Personaleinsatzplanung genannt.

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