Computer-Nostalgie
Ur-Rechner gibt sich die Ehre
Im Mai 1941 stellte Konrad Zuse den ersten frei programmierbaren Computer fertig. Gut 70 Jahre später ist ein Nachbau des Zuse Z3 auf der Hannover Messe zu sehen. Statt Telefonrelais nutzt der 5-Hertz-Bolide 2500 moderne industrielle Relais.
Der Original Z3 fiel im Dezember 1943 einem Bombenangriff zum Opfer, übrig blieben lediglich eine Zeichnung und die Patentunterlagen. Mit dem Nachbau, den Horst Zuse zu Ehren des 100. Geburtstags seines Vaters Konrad Zuse im Jahr 2010 fertigstellte, will Zuse die Funktionsweise der Rechenmaschine verdeutlichen. Da Telefonrelais nicht aufzutreiben waren, kamen beim Nachbau industrielle Koppel-Relais der Firma Finder zum Einsatz.
Neben den 600 Koppel-Relais für das Rechenwerk und 1.800 für den Speicher sind im Z3-Nachbau 100 Zeitrelais im Einsatz, die in einer getakteten Kette den ursprünglichen Schrittschalter ersetzen. Der nach rund einjähriger Bauphase fertig gestellte Nachbau ist wie das Original mit 5 Hz getaktet und besteht aus einer Bedienkonsole, dem Rechenwerk und dem Speicher, der alleine zwei mannshohe Schränke füllt. Der Erfinder des Originalrechners, Konrad Zuse, verstarb am 18. Dezember 1995. Der Z3 steht derzeit bei der Firma Elsame in Berlin, wo Horst Zuse weitere Arbeiten am Rechner durchführt.
Zu finden ist der Z3-Nachbau auf der Hannover Messe 2011 in Halle 12 auf dem Stand B70.









