Virtualisierung / IT-Verfügbarkeit
Umfrage deckt krasse Fehleinschätzung auf
Eine Umfrage der Firma Stratus unter mittelständischen Unternehmen zeigt, dass viele IT-Verantwortliche die Verfügbarkeit ihrer IT überschätzen.
Der Anbieter von ausfallsicheren Server- und Software-Systemen hat rund 90 IT-Verantwortliche in mittelständischen Unternehmen in Deutschland zum Thema Hochverfügbarkeit befragt. 78 Prozent meinen, ihre Systeme seien ganz (71 Prozent) oder wenigstens teilweise (sieben Prozent) hochverfügbar. Tatsächlich hat aber nur knapp ein Drittel (31 Prozent) die dafür geeigneten Technologien im Einsatz:
- fehlertolerante Server, die 11% der befragten Unternehmen einsetzen,
- und Cluster-Systeme (24 Prozent) (Doppelnennungen waren möglich).
Von den Unternehmen mit ungeeigneter Hardware sind 52 Prozent der Auffassung, ihre Systeme seien zumindest teilweise hochverfügbar. Immerhin: 17 Prozent wissen, dass ihre IT nicht hochverfügbar ist.
Virtualisierung bringt keine Hochverfügbarkeit
Zu den Technologien, die für die Realisierung von Hochverfügbarkeit nicht geeignet sind, zählen laut Stratus insbesondere die von 22 Prozent genannte Virtualisierungssoftware. Diese ist dafür aber gar nicht konzipiert, denn Hardware-Ausfälle können durch die Virtualisierung von Servern grundsätzlich nicht abgefangen werden – im Gegenteil: Je mehr logische Server auf einer physischen Maschine zusammengefasst sind, desto gravierender sind die Folgen eines einzelnen Hardware-Fehlers.
Auch die weiteren genannten Techniken und Verfahren zur Herstellung von Hochverfügbarkeit zeigen, dass sich viele Unternehmen über die Verfügbarkeit ihrer IT falsche Vorstellungen machen: So werden zum Beispiel die Datensicherung auf Band, die Sicherung der Energieversorgung über eine unterbrechungsfreien Stromversorgung oder der Einsatz von Blade-Servern als Maßnahmen genannt. Diese Technologien, so sinnvoll sie im Einzelnen sein mögen, haben nichts mit Hochverfügbarkeit zu tun. Eine USV ist lediglich eine Voraussetzung für hohe Verfügbarkeit, aber keinesfalls ausreichend für eine hohe Verfügbarkeit der IT.
„Echte“ Hochverfügbarkeit ist erst ab einem Niveau von mindestens 99,99 Prozent gegeben; erst dann fällt die durchschnittliche Ausfallzeit von maximal 52 Minuten pro Jahr statistisch so gering aus, dass auch unternehmenskritische Aufgaben unterbrechungsfrei ausgeführt werden können. „Cluster erreichen in der Praxis zwar ein Verfügbarkeitsniveau von 99,99 Prozent, aber keine kontinuierliche Verfügbarkeit“, betont Timo Brüggemann, Director Business Development EMEA, bei Stratus. Dagegen können fehlertolerante Server, die komplett redundant aufgebaut sind, eine Verfügbarkeit von mehr als 99,999 Prozent gewährleisten.









