Siemens
Solide ins Geschäftsjahr 2014 gestartet
Joe Kaeser, Vorstandsvorsitzender von Siemens, hat heute (28. Januar) die Zahlen für das 1. Quartal bekannt gegeben. Das Unternehmen verzeichnet insgesamt ein Plus von 12 % beim Auftragseingang (verglichen mit dem Vorjahreszeitraum) - der Sektor Industry legte hier um 10 % zu.
Bereinigt um Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte stieg der Auftragseingang im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2014, das am 31. Dezember 2013 endete, auf 20,8 Mrd. Euro. Der Umsatz lag mit 17,3 Mrd. Euro 1 % unter dem Vorjahresniveau.
Der Auftragsbestand erreichte am Ende des ersten Quartals erneut den Rekordwert von 102 Mrd. Euro. Positives auch beim Ergebnis der Sektoren: Es stieg um 15 % auf 1,8 Mrd. Euro, die Ergebnismarge der Sektoren auf 10,2 % nach 8,6 % im Vorjahreszeitraum.
Der Sektor Industry im Detail
Der Sektor Industry legte beim Auftragseingang gestützt auf ein höheres Volumen aus Großaufträgen in den langzyklischen Geschäften um 10 % auf 4,6 Mrd. Euro zu, während der Umsatz mit 4,3 Mrd. Euro auf Vorjahresniveau lag. Das Ergebnis sank um 5 % auf 482 Mio. Euro und lag damit unter dem Vorjahreswert von 506 Mio. Euro. Dieser Rückgang enthielt Ergebnisbelastungen aus Währungseinflüssen, von denen erwartet wird, dass sie – abhängig von der Stärke des Euros im Vergleich zum Geschäftsjahr 2013 – anhalten werden. Ein höheres Ergebnis bei Industry Automation wurde durch einen Rückgang bei Drive Technologies überwogen, wo die anhaltende Stagnation bei den kurzzyklischen Geschäften der Division zu einer ungünstigeren Zusammensetzung der Geschäfte führte.
In den Regionen wurde das Wachstum der Umsatzerlöse in Europa/ GANO durch einen Rückgang in Amerika im Vorjahresvergleich überwogen. In Asien, Australien stagnierte die Entwicklung der Umsatzerlöse trotz eines Wachstums in China. Der Auftragseingang hingegen legte in Asien, Australien, angetrieben von China, erheblich zu und stieg auch in Amerika deutlich. Dieses Auftragswachstum wurde teilweise durch einen deutlichen Rückgang in Europa/GANO aufgewogen.
Die übrigen Sektoren
Der Auftragseingang des Sektors Energy stieg um 3 % auf 7,2 Mrd. Euro. Rückgängen bei den Divisionen Power Generation und Power Transmission stand eine Verdoppelung des Auftragseingangs bei der Division Wind Power gegenüber. Der Umsatz des Sektors sank um 4 % auf 5,8 Mrd. Euro. Das Ergebnis des Sektors verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 506 Mio. Euro von 410 Mio. Euro.
Healthcare lieferte im ersten Quartal einen Ergebnisbeitrag von 471 Mio. Euro im Vergleich zu 503 Mio. im Vorjahreszeitraum. Der Rückgang enthält Ergebnisbelastungen aus Währungseffekten; der Sektor sah sich zudem anhaltenden Herausforderungen in seinen Märkten ausgesetzt, einschließlich eines konjunkturell schwachen Umfelds in Europa, Unsicherheiten im Gesundheitsmarkt und einer Verbrauchssteuer auf medizinische Geräte in den USA sowie eines verlangsamten Wachstums in China. Der Auftragseingang des Sektors kletterte um 4 % auf 3,2 Mrd. Euro, der Umsatz stieg um 1 % auf 3,1 Mrd. Euro.
Der Sektor Infrastructure & Cities steigerte seinen Auftragseingang um 45 % und profitierte von einem Großauftrag über 1,6 Mrd. Euro für zwei fahrerlose U-Bahn-Linien in Saudi Arabien. Der Umsatz stieg im Vorjahresvergleich um 4 % auf 4,4 Mrd. Euro.
Erwartungen für 2014
Für das Geschäftsjahr 2014 erwartet Siemens laut Kaeser, dass die Märkte herausfordernd bleiben: "Unsere kurzzyklischen Geschäfte gehen nicht von einer Erholung bis spät im Geschäftsjahr aus. Wir erwarten mit einem über den Umsatzerlösen liegenden Auftragseingang ein Book-to-Bill-Verhältnis von über 1. Vorausgesetzt, die Umsatzerlöse bleiben auf organischer Basis auf dem Vorjahresniveau, erwarten wir, dass das unverwässerte Ergebnis je Aktie (für den Gewinn nach Steuern) im Geschäftsjahr 2014 um mindestens 15 % über dem Wert des Geschäftsjahrs 2013 von 5,08 Euro liegen wird."
Im vergangenen Geschäftsjahr, das am 30. September 2013 endete, erzielte Siemens insgesamt einen Umsatz von 75,9 Mrd. Euro und einen Gewinn nach Steuern von 4,2 Mrd. Euro.













