Wettbewerb 'Invent a Chip'
Mikrochip-Ideen gesucht
Unter dem Motto "Internet der Dinge" startet der bundesweite Mikrochip-Wettbewerb 'Invent a Chip' in eine neue Runde. Der VDE und das Bundesministerium für Bildung und Forschung rufen ab sofort Schüler dazu auf, ihre Ideen rund um das Thema Internet einzureichen.
Zum "Projekt mit der größten Industrierelevanz" kürten der VDE und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) beim letztjährigen 'Invent a Chip'-Wettbewerb die Idee von Max Hentges aus Berlin: Er beschäftigte sich mit dem sicheren und intelligenten Fahrrad, das Informationen über die Umweltbelastung durch den Autoverkehr und den Betriebszustand des Fahrrads bereitstellt.
© VDEJugendliche nutzen das Internet täglich, chatten oder stellen eigene Filme online. Beim Schülerwettbewerb 'Invent a Chip 2016' haben sie jetzt die Möglichkeit, ihren eigenen Mikrochip zu kreieren. An 3.000 Schulen fiel Ende Januar der Startschuss für den weltweit einmaligen Schülerwettbewerb. Durch Mikrochips werden viele Gegenstände heute intelligent, da sie miteinander kommunizieren und Aktivitäten anstoßen, so der VDE. "Visionäres Denken ist die Voraussetzung für Innovationen. Deshalb suchen wir jetzt Mädchen und Jungen, die ihrer Phantasie freien Lauf lassen und etwas noch nicht Dagewesenes erfinden", sagt der Vorstandsvorsitzende Dr. Hans Heinz Zimmer. Er ergänzt: "Vorkenntnisse im Chip-Design sind übrigens nicht notwendig".
Bei 'Invent a Chip' teilnehmen können Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 bis 13 von weiterführenden und berufsbildenden Schulen - entweder in Teams oder allein. Neben ihrem Vorschlag für einen Mikrochip müssen sie 20 Fragen rund um das Thema "Internet der Dinge" und Mikrochips im Allgemeinen beantworten. Einsendeschluss ist der 20. März 2016.
Eine Jury sichtet die Vorschläge und wählt die zehn besten Chip-Ideen aus. Die Schülerinnen und Schüler nehmen dann an einem Workshop mit Experten der Leibniz Universität Hannover am Institut für Mikroelektronische Systeme teil. Dort lernen sie die ersten Schritte im Chipdesign und Programmieren. Nach dem Workshop setzen die Jugendlichen ihre Projekte bis Mitte September selbstständig um. Die besten Entwürfe werden dann am 7. November beim VDE-Kongress in Mannheim von Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und der Politik prämiert und der Öffentlichkeit vorgestellt. Zudem erwartet die besten Teilnehmer Geldpreise in Höhe von bis zu 3.000 Euro, die Aufnahme ins Auswahlverfahren für ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes sowie ein mehrtägiges Schnupperpraktikum bei Bosch im Bereich der Fahrzeugentwicklung. Ebenfalls prämiert – mit bis zu 1.000 Euro – werden die Schulen, die die meisten Einsendungen zum Online-Fragebogen einreichen.
In diesem Jahr feiert der Wettbewerb sein 15. Jubiläum. Über 2.700 Jugendliche beteiligten sich im vergangenen Jahr bei 'Invent a Chip' unter dem Motto 'Wearable Devices'. Das Rennen machten eine schlaue Schultasche, ein vibrierender Trinkerinnerungs-Chip und eine Idee für intelligente Kleidung.










