Embedded Computer
Kontron: 2011 mit nachhaltigem Aufschwung
„Die Zeichen stehen eindeutig wieder auf profitablem Wachstum.“ Dieses Resümee zog Kontron–Vorstand Ulrich Gehrmann (im Bild) auf der Bilanzpressekonferenz am 30. März in München. Nach 510 Mio. € Umsatz in 2010 sollen es 2011 rund 550 Mio. € werden. Unterm Strich: knapp 8 % Wachstum.
Im Geschäftsjahr 2010 konnte der Umsatz auf 509,5 Mio. € gesteigert werden. Gegenüber 2009 mit 468,9 Mio. € Umsatz entspricht das einem Plus von 8,6 %. Dabei wurde im vierten Quartal mit 162,8 Mio. Euro eine neue Bestmarke erzielt. Zusammen mit dem hohen Auftragsbestand von 438,1 Mio. Euro zum Jahresende sind dies laut Vorstandsvorsitzendem Ulrich Gehrmann „deutliche Indikatoren für den profitablen Wachstumskurs.“ Aufgrund des hohen Auftragsbestands und der positiven Geschäftsentwicklung rechnet Gehrmann mit rund 120 Mio. € Umsatz im ersten Quartal 2011 - ein Plus von 30 % gegenüber dem Vorjahresquartal (97,7 Mio. €).
Für das Gesamtjahr 2011 geht Kontron von bis zu 550 Mio. € Umsatz aus. Auf der Ergebnisseite sollen Steigerungen vor allem durch kontinuierliche Sparmaßnahmen sowie die Konzentration auf das margenstarke Embedded-Computergeschäft erzielt werden. Als Wachstumstreiber sieht Gehrmann in erster Linie die Zukunftsmärkte Energie und Sicherheit, in denen sich Kontron im letzten Jahr durch strategische Zukäufe verstärkt hat: Konkret sind das die 40-%ige Beteiligung und Stimmrechtmehrheit an der ubitronix system solutions (Energie) sowie die Übernahme der US-amerikanische AP Labs (Sicherheit). „Aber auch der unter der Wirtschafts- und Finanzkrise stark in Mitleidenschaft gezogene Bereich Automation, vor allem der Maschinenbau, hat sich wieder deutlich erholt“, so Gehrmann.
Ausgangsbasis für das angestrebte Wachstum in 2011 ist vor allem die Entwicklung im zweiten Halbjahr 2010, in dem das Geschäft deutlich anzog: So stieg der Umsatz nach dem ersten, noch von der Krise beeinflussten Quartal stetig an: von 116,1 Mio. € (Q2/2010) über 132,9 Mio. € im dritten Quartal bis zu den historischen 162,8 Mio. € im vierten Quartal 2010 als neue Bestmarke. „Diese Steigerung konnte erreicht werden, obwohl wir uns im letzten Jahr 2010 aus dem margenschwachen Volumengeschäft mit Auftragsfertigungen in Asien zurückgezogen haben“, betont Gehrmann.
Mitte 2010 musste zudem eine Risikovorsorge in der malaysischen Gesellschaft aufgrund des Verdachts auf organisierten Betrug gebildet werden. Insgesamt hat dieser Betrugsfall im Geschäftsjahr 2010 den Gewinn mit 33,8 Mio. € belastet. Dazu Gehrmann: „Ohne diesen Effekt würde das EBIT für 2010 nicht minus 5,8 Mio. € betragen, sondern plus 28 Mio. €.“







