Bitkom
ITK-Unternehmen setzen auf Industrie 4.0
Eine im Zuge der Cebit veröffentlichte Bitkom-Studie zeigt die enge Verzahnung der ITK-Branche mit dem Thema Industrie 4.0. Zudem hat der Verband Handlungsempfehlungen für die Politik veröffentlicht.
"Vor gerade einmal zwei Jahren war Industrie 4.0 für viele Unternehmen noch eine Zukunftsvision, jetzt ist das Thema im Geschäftsalltag angekommen", sagte Martina Koederitz vom Bitkom-Präsidium. "Industrie 4.0 hat sich zu einem zentralen Geschäftsfeld für die ITK-Branche entwickelt", so Koederitz. Die Unternehmen liefern die Infrastruktur, das Prozess-Know-How, softwareintensive, eingebettete Systeme sowie Sicherheitslösungen. Bei einer Befragung wurden 318 deutsche ITK-Unternehmen zum Umgang mit dem Thema befragt.
Koederitz sieht Industrie 4.0 auf einem guten Weg, gibt aber zu bedenken, dass es keinen Grund gibt, sich auf dem Erreichten auszuruhen. Deshalb hat der Bitkom ein Papier mit politischen Handlungsempfehlungen erarbeitet. Hohe Priorität haben dabei schnelle und verlässliche Internetverbindungen. "Für Industrie 4.0 brauchen wir ein flächendeckendes breitbandiges Internet mit einer hohen Verbindungsstabilität und geringen Latenzzeiten", so Koederitz. Deshalb müsse der Gesetzgeber qualitätsgesicherte Netzwerkdienste ermöglichen. Zudem fordert der Verband einen modernen und international anschlussfähigen Ordnungsrahmen, in dem drängende Fragen rund um die Behandlung von Daten geklärt werden. Auch die Ausbildung von geeigneten Fachkräften müsse vorangetrieben werden, etwa durch die Einrichtung von Hybridstudiengängen.










