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M2M-Anwendung

Davina Spohn,

Schweizer Uhr setzt Notruf ab

Eine speziell angefertigte Notruf-Uhr des Schweizer Sicherheitsunternehmens Limmex ist nun in Deutschland erhältlich - über das eingebaute GSM/GPRS-Modul von Telit Wireless Solutions lassen sich Notrufe auf Knopfdruck absetzen.

© Limmex

"Nach 48 Jahren Erziehung kommt mein Sohn jetzt auf Knopfdruck vorbei" – dieses Zitat einer älteren Dame im Limmex-Internetauftritt spiegelt mit einem Augenzwinkern die Intention der Notfall-Uhr wider: Zu jeder Zeit und von jedem Ort soll ihr Träger Hilfe bei zuvor selbst festgelegten Personen anfordern können. Zur potenziellen Zielgruppe zählen für das auf Personensicherheit spezialisierte Schweizer Start-up Limmex auch Menschen mit Erkrankungen wie Herzinsuffizienz oder Diabetes sowie Kinder und Freizeitsportler. Auch den Einsatz im beruflichen Umfeld hält das Unternehmen für denkbar – etwa in einem risikobehafteten Arbeitsumfeld. Zehn verschiedene Farbausführungen der Uhr sollen diese breite Zielgruppe ansprechen.

Die Uhr verfügt über einen Lautsprecher und ein Mikrofon. Über das integrierte GSM/GPRS-Modul GE365 des italienischen M2M-Anbieters Telit Wireless Solutions baut sie auf Knopfdruck eine Mobilfunkverbindung auf. Das Modul zählt mit seinen Abmessungen zu den weltweit kleinsten Quad-Band-Modulen, was sich auch in der Größe des Uhrengehäuses niederschlägt: "Trotz des hohen Funktionsumfanges ist die Uhr mit einem Gehäusedurchmesser von 41 Millimeter und einer Höhe von nur 14 Millimeter vergleichsweise kompakt", sagt Pascal Koenig, CEO von Limmex. Die Quad-Band-Module sind in der BGA (Ball-Grid-Array)-Technik gefertigt. Die Anschlüsse für die SMD-Bestückung liegen platzsparend auf der Chip-Unterseite. Es sind keine weiteren Systemstecker erforderlich.

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Das Gehäuse der Notruf-Uhr birgt zwei Batterien: Zum einen eine nicht aufladbare für das Uhrwerk, die nach etwa sechs Jahren Laufzeit über Limmex ausgestauscht werden kann. Für die Notruf-Funktion ist ein wiederaufladbarer Lithium-Polymer-Akku mit 130 mAh eingebaut. Im Normalbetrieb gibt Limmex hier eine Laufzeit von mehreren Monaten an. Mit einem Ladegerät lässt sich der Akku in maximal zwei Stunden wieder vollständig aufladen.

Limmex will die Notfall-Uhr verstärkt global vermarkten und hat seit dem Verkaufsstart im Oktober vergangenen Jahres nach eigener Aussage bereits 40 internationale Kooperationsanfragen vorliegen. In Deutschland kann die Uhr über den Fachhandel und im Online-Shop von Limmex ab einem Preis von umgerechnet 449 Euro erworben werden. Dazu kommen die Mobilfunk-Vertragsoptionen, die je nachdem wie viel Telefonnummern hinterlegt werden sollen, zwischen 149 und 249 Euro im Jahr variieren. Als Mobilfunk-Partner steht dem Schweizer Start-up die Deutsche Telekom zur Seite. Als hiesigen Service-Partner konnte das Schweizer Unternehmen das Deutsche Rote Kreuz gewinnen.

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