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Ohne IoT-Plattformen geht es nicht mehr!

19. März 2020, 08:00 Uhr   |  Meinrad Happacher

Ohne IoT-Plattformen geht es nicht mehr!
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IoT-Plattformen stehen heute schon in sehr gut nutzbaren ­Versionen zur Verfügung. Aber aus welchen Bausteinen bestehen die Plattformen eigentlich und auf was ist zu achten, wenn man eine Plattform nutzen will?

Digitale Plattformen haben das Potenzial, sowohl ganze Branchen als auch Produkte vollständig zu verändern. Trotz allem verhält sich die Anbieterseite in der Automatisierung nach wie vor sehr zurückhaltend, wenn es um IoT-Plattform-Integrationen geht. Den Anwendern bleibt im Moment nur das IoT-Retrofitting. Dabei ist die Anbindung von Geräten an eine IoT-Plattform generell kein Hexenwerk mehr. Der Funktionsumfang führender Cloud- und IoT-Plattformen entwickelt sich seit einigen Jahren in einem rasanten Tempo weiter. Geräte- und Maschinenhersteller, die weiterhin darauf verzichten, diese Funktionen für ihre Produkte zu nutzen, verlieren umgekehrt proportional zu diesem Trend an Wettbewerbsfähigkeit

Insofern ist jeder in der Automatisierung – der Baugruppen, Geräte oder Maschinen vermarktet, in dem ein Stück Software zum Einsatz kommt – gut beraten, sich intensiver mit den technischen Details und Anwendungs-möglichkeiten der IoT-Plattformen von Amazon, Microsoft, Siemens und Co. auseinanderzusetzen und seine Produkte auf den aktuellen Stand der digitalen Technik zu bringen.

Bausteine einer IoT-Plattform

IoT-Plattformen bestehen aus verschiedenen Schichten, die je nach Anbieter unterschiedlich ausgeprägt sind. Trotz zum Teil völlig verschiedener Namensgebung lassen sich in den meisten Plattformen funktional bedingt zumindest zwei Ebenen identifizieren: 

IoT-Plattformen sind mehrschichtig aufgebaut. Über einen Hub werden die Geräte als IoT-Devices sternförmig angebunden. Mit Hilfe der Applikationslogik, die aus Standardservices und individuell erstellten Anwendungen besteht, werden aus den Device-Dat
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IoT-Plattformen sind mehrschichtig aufgebaut. Über einen Hub werden die Geräte als IoT-Devices sternförmig angebunden. Mit Hilfe der Applikationslogik, die aus Standardservices und individuell erstellten Anwendungen besteht, werden aus den Device-Daten Informationen gewonnen. Zusätzlich gibt es eine Rules Engine, die nach dem Datenflussprinzip von ein- und ausgehenden Daten durchlaufen wird und programmierbare Aktionen auslösen kann.

Für die Anbindung der einzelnen Geräte, Sensoren und Aktoren (IoT-Devices) existiert in der Regel ein IoT-Hub beziehungsweise Device Gateway als zentraler Nachrichten-Hub, über den die gesamte Kommunikation zwischen Plattform und IoT-Devices abgewickelt wird und in dem auch die IT-Sicherheit des Übertragungskanals realisiert ist.

• Alle anderen Bausteine einer Plattform sind in der Applikationslogik zusammengefasst. Dazu gehören zum einen die zahlreichen Standarddienste (Services) der jeweiligen Plattform (verschiedene Datenbanken, diverse Laufzeit-Umgebungen für Apps, Datenanalysedienste mit KI-Algorithmen, Benachrichtigungsfunktionen) sowie zum anderen eine Rules Engine (Data Flow Engine) als Datenverarbeitungslogik der ein- und ausgehenden IoT-Device-Daten. Für die Services und die Rules Engine werden darüber hinaus Softwarebausteine (Anwendungen) entwickelt, um die Einzelfunktionen der Standarddienste aufgabenbezogen miteinander zu verknüpfen.

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1. Ohne IoT-Plattformen geht es nicht mehr!
2. Anforderungen an die IoT-Plattform
3. AWS IoT – ein praktisches Beispiel
4. Besonderheit Device Shadow
5. Systemverbund erfordert Plattform-­Integration

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