5G Testfeld
Hannover soll ‚Digitalen Zwilling‘ bekommen
Hannover soll mit dem neuen Mobilfunkstandard 5G ein digitales Abbild erhalten, das die Landeshauptstadt dreidimensional und in Echtzeit widerspiegelt. Gestartet wird mit dem Messegelände.
Ziel des Projekts 5GAPS (5G Access to Public Spaces) genannten Projektes ist es, zum Beispiel das autonome Fahren, die Ortung von Gütern oder die Reservierung von Stellplätzen zu erleichtern, aber auch touristische Angebote zu erweitern. So sind auch Augmented-Reality-Anwendungen möglich, bei denen digitale Bilder ortsgebunden hinzugefügt und mit Hilfe von Geräten wie Smartphones oder speziellen Brillen abgerufen werden können.
Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay (Grüne) sprach bei der Vorstellung des auf drei Jahre angelegten Projekts am Montag von einem digitalen Zwilling der Stadt, der helfen könne, den öffentlichen Raum intelligenter zu nutzen. Von besonderem Interesse ist für ihn dabei das Thema Verkehrswende.
Messegelände als Testlabor
In einem ersten Schritt sollen Teile des Messegeländes nachgebildet werden, um die nötige Software zu entwickeln und erste Anwendungen zu erproben. Dr. Jochen Köckler, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Messe AG, bezeichnete die Messe dabei als Testlabor für neue Anwendungen. Ein denkbares Beispiel für die Nutzung von 5G in der industriellen Produktion seien etwa »kabellose Roboter, die durch eine Fabrik flitzen«. Dr. Köckler: »Als Partner der ersten Stunde freuen wir uns, mit der Infrastruktur des Messegeländes und unserem privaten 5G-Campusnetz das Reallabor für dieses ambitionierte Projekt zur Verfügung stellen zu können. Stand heute haben wir auf unserem Gelände insgesamt sechs Hallen, alle Straßen, alle Parkplätze und das gesamte Freigelände mit dem 5G-Standard der Deutschen Telekom ausgestattet. Der Rest des Messegeländes mit allen Hallen und Gebäuden wird sukzessive an die superschnelle Mobilfunkgeneration angeschlossen. Innovative Anwendungen im Verbund von Wissenschaft, Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung passen also hervorragend zu unserem 5G-Smart-Venue.«
Das Projekt wird mit 3,85 Mio. Euro vom Bund gefördert. Hinzu kommen rund 750.000 Euro von Partnern aus der Wirtschaft.










