5G Testfeld

dpa | Andrea Gillhuber,

Hannover soll ‚Digitalen Zwilling‘ bekommen

Hannover soll mit dem neuen Mobilfunkstandard 5G ein digitales Abbild erhalten, das die Landeshauptstadt dreidimensional und in Echtzeit widerspiegelt. Gestartet wird mit dem Messegelände.

Das Messegelände Hannover wird als Testfeld für 5GAPS eine Vorreiterrolle einnehmen.

© Deutsche Messe AG

Ziel des Projekts 5GAPS (5G Access to Public Spaces) genannten Projektes ist es, zum Beispiel das autonome Fahren, die Ortung von Gütern oder die Reservierung von Stellplätzen zu erleichtern, aber auch touristische Angebote zu erweitern. So sind auch Augmented-Reality-Anwendungen möglich, bei denen digitale Bilder ortsgebunden hinzugefügt und mit Hilfe von Geräten wie Smartphones oder speziellen Brillen abgerufen werden können.

Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay (Grüne) sprach bei der Vorstellung des auf drei Jahre angelegten Projekts am Montag von einem digitalen Zwilling der Stadt, der helfen könne, den öffentlichen Raum intelligenter zu nutzen. Von besonderem Interesse ist für ihn dabei das Thema Verkehrswende.

Messegelände als Testlabor

In einem ersten Schritt sollen Teile des Messegeländes nachgebildet werden, um die nötige Software zu entwickeln und erste Anwendungen zu erproben. Dr. Jochen Köckler, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Messe AG, bezeichnete die Messe dabei als Testlabor für neue Anwendungen. Ein denkbares Beispiel für die Nutzung von 5G in der industriellen Produktion seien etwa »kabellose Roboter, die durch eine Fabrik flitzen«. Dr. Köckler: »Als Partner der ersten Stunde freuen wir uns, mit der Infrastruktur des Messegeländes und unserem privaten 5G-Campusnetz das Reallabor für dieses ambitionierte Projekt zur Verfügung stellen zu können. Stand heute haben wir auf unserem Gelände insgesamt sechs Hallen, alle Straßen, alle Parkplätze und das gesamte Freigelände mit dem 5G-Standard der Deutschen Telekom ausgestattet. Der Rest des Messegeländes mit allen Hallen und Gebäuden wird sukzessive an die superschnelle Mobilfunkgeneration angeschlossen. Innovative Anwendungen im Verbund von Wissenschaft, Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung passen also hervorragend zu unserem 5G-Smart-Venue.«

Das Projekt wird mit 3,85 Mio. Euro vom Bund gefördert. Hinzu kommen rund 750.000 Euro von Partnern aus der Wirtschaft.

Anzeige
  • Xing Icon
  • LinkedIn Icon
Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

Siemens

5G-Komplettlösung für die Industrie

Siemens bringt erstmals eine selbst entwickelte private Infrastruktur für den Mobilfunkstandard 5G auf den Markt. Die Lösung soll es Industrieunternehmen ermöglichen, eigene lokale 5G-Netze aufzubauen, die Automatisierungsanwendungen bestmöglich...

mehr...

Fraunhofer IEM

5G-Einsatz unter der Lupe

Um zukünftig Produkte effizienter, flexibler und autonomer fertigen zu können, hoffen viele Unternehmen auf die Mobilfunktechnologie 5G. Doch wann ist der Einsatz von 5G wirklich sinnvoll? Und welche Herausforderungen birgt die Technologie in sich?

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

5G auf der Hannover Messe

Profinet via 5G

Die Deutsche Messe und Siemens ermöglichen allen Unternehmen den Zugang zu innovativer Industrial-5G-Technologie im »5G Smart Venue« in Hannover. Siemens selbst präsentiert auf der Hannover Messe die echtzeitfähige Übertragung von Profinet IO über...

mehr...

5G-Forschungsprojekt

Flexible Produktion in KMU

Wie kann der Mobilfunkstandard 5G als Campus-Netz in der Fertigung von KMU eingesetzt werden, um Produktionskosten zu reduzieren? Dieser Frage geht das Forschungsprojekt ‚5G++ FlexiCell‘ auf den Grund. Im Zentrum stehen dabei Vernetzungs- und...

mehr...
Jetzt Newsletter abonnieren