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Digitalisierung

Das IIoT-Potenzial der Prozessautomation

11. November 2019, 08:00 Uhr   |  Jonas Jelli

Das IIoT-Potenzial der Prozessautomation
© Wetcon

Die Digitalisierung der Anlagen- und Geräteautomation ist auch in der Prozessindustrie in vollem Gange und weniger aufwendig als oft vermutet. Eine Starthilfe in die Umsetzung von Digitalisierungsmaßnahmen bieten beispielsweise FDT-basierende IoT-Szenarien mit Pactware.

Funktionale Sicherheit und hohe Verfügbarkeit stehen in der klassischen Automatisierungspyramide im Vordergrund. Dies gewährleistet zwar einerseits langjährige Betriebssicherheit, macht es aber andererseits für die Prozessautomatisierung schwierig, zeitnah und kostengünstig neue Technologien zu adaptieren und vor allem an der digitalen Transformation teilzunehmen. Gerade im Hinblick auf die rasante Entwicklung rund um IoT und Industrie 4.0 wird diese ‚Trägheit‘ von Beteiligten als schmerzhaft wahrgenommen. Um dem entgegenzuwirken, hat die NAMUR 2016 mit der Konzeptionierung einer offenen Systemstruktur begonnen, der sogenannten NAMUR Open Architecture (NOA).

Die NAMUR Open Architecture

NOA-Pyramide
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Die NOA-Pyramide der NAMUR: Das Konzept ermöglicht innovative Lösungen sowohl für neue als auch insbesondere für bestehende Anlagen, da der Kern der Prozessautomatisierung weitgehend unangetastet bleibt.

Ziel der NOA ist die Erweiterung der bestehenden Automatisierungsstruktur, sodass eine flexible Umsetzung von Industrie 4.0 für Neu- und Bestandsanlagen möglich wird. Dabei sollen die neuen Methoden auf bestehenden, offenen Standards aufsetzen, die Sicherheit der bestehenden Anlagen nicht gefährden, rasche und bezahlbare Implementierungen möglich machen und additiv zur bewährten Automatisierungsarchitektur eingesetzt werden.

NOA trennt Monitoring- und Optimierungsaufgaben von der Kernautomatisierung. Dabei werden die Daten der Kernautomatisierung über offene Schnittstellen in die Systemwelt für Monitoring und Optimierungsaufgaben übertragen. Als eine Option für solch eine offene Schnittstelle wurde OPC UA ausgewählt – in der Industrie 4.0 als 
wichtige Komponente für den Informationsaustausch angesehen. Zusätzliche Sensoren für Monitoring- und Optimierungsaufgaben lassen sich einfach in die offene Systemwelt integrieren, während die Kernautomatisierung weitgehend unverändert belassen wird. Dies öffnet Unternehmen die Tür zur Cloud und ermöglicht es, Daten und Geräte remote zu verwalten, Einblicke zu gewinnen oder maschinelles Lernen einzusetzen.

Soweit die Theorie. Doch welche Lösungen bestehen heute, um die NOA in die Praxis zu überführen?

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1. Das IIoT-Potenzial der Prozessautomation
2. FITS-Lösung von der FDT Group
3. OPC UA als Basis
4. Pactware avanciert zum OPC-UA-Server

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