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Live-Ticker - beendet

Endress+Hauser - Nicht viel verkehrt gemacht

12. Mai 2020, 10:34 Uhr   |  Andrea Gillhuber

Endress+Hauser - Nicht viel verkehrt gemacht
© Endress+Hauser

Live von der Bilanzpressekonferenz

Endress+Hauser steigert den Umsatz 2019 um 8 % und sieht sich gut gerüstet - auch in Zeiten von Corona.

Endress+Hauser Bilanzpreseskonferenz
© Endress+Hauser

Die Fragerunde ist eröffnet.

12:03 Uhr

Das war die Bilanzpressekonferenz 2020 von Endress+Hauser. Schön, dass Sie dabei waren! 

12:01 Uhr

Nicht viel verkehrt gemacht habe man in den letzten Jahren bei Arbeitsplatzmodellen und Digitalisierung, so Altendorf. Das zeigt sich auch darin, dass rund 10.000 Mitarbeiter quasi von heute auf Morgen ins Homeoffice geschickt wurden. Aber es gibt immer Verbesserungspotenzial, zum Beispiel was viertuelle Meetings und den digitalen Austausch mit Mitarbeiter, Kunden und Anwendern anbelangt.

11:54 Uhr

Werden sich durch Corona die Produktpreise verändern, ist die nächste Frage. Altendorf sieht keine dramatischen Veränderungen. Jedoch werden diese vom Markt bestimmt. Natürlich werden sich die logistischen Zusatzaufwendungen irgendwann auf den Produktpreis auswirken. Allerdings seien Material- und Personalkosten weitestgehend stabil, daher sei abseits der jährlichen Preisanpassungen mit keinen extremen Anpassungen zu rechnen. 

Im Zuge der Frage gibt Schultheiss noch einen Einblick in den Auftragseingang: Die größeren Aufträge fehlen, aber die kleineren Aufträge haben weiterhin bestand.

11:50 Uhr

Es kommt die Frage nach der Digitalisierung in Zeiten von Corona: Durch die Corona-Pandemie hat bei vielen Unternehmen die Digitalisierung einen Schub bekommen. Bei Endress+Hauser sei man schon vor Corona gut aufgestellt gewesen, doch sehe man diese Entwicklung bei Kunden stärker vorangetrieben. Als Unternehmen selbst wird man hier den eingeschlagenen Weg weiter voranschreiten.

11:44 Uhr

Die Philosophie, »aus dem Land für das Land« zu produzieren und zu bedienen hat sich langfristig bewährt und man werde auch daran festhalten, so Altendorf. Es bringt nichts, immer nur auf die billigste Lösung zu gehen. Das rächt sich.

Die Kernlieferanten von Endress + Hauser sind über lange Jahre gewachsen und mittlerweile zum Teil Partner auch bei Entwicklung von Produkte und Lösungen beteiligt. Ein kurzfristiger Wechsel von Lieferanten ist daher kaum möglich.

11:41 Uhr

Einen Abriss der Lieferkette hat man bisher nicht erlebt, so Altendorf. Allerdings hat das Unternehmen immer Produkte, Komponenten und Material im Volumen von zwei Schiffreisen von China oder Indien auf Lager.

11:38 Uhr

Damit ist die Fragerunde eröffnet. Die Frage nach den ersten vier Monaten dieses Jahres beantworten Matthias Altendorf und Dr. Luc Schultheiss. Man zehrt noch von einem guten Auftragseingang aus dem letzten Jahr, doch natürlich merke man einen Rückgang im Auftragseingang, so Schultheiss. Aber man werde erst sehen, wie sich das Jahr entwickelt, wenn sich der Nebel gelichtet hat, so Altendorf. 

Dr. h.c. Klaus Endress
© Endress+Hauser

Dr. h.c. Klaus Endress anlässlich der Bilanzkonferenz 2020.

11:37 Uhr

Am Ende seiner Rede bedankt sich Endress bei allen Mitarbeitern und dem Management und teilt die Hoffnung, dass es bald ein einen Impfstoff geben wird.

11:36 Uhr

Höchstes Ziel in der Krise sei, die Menschen an Bord zu halten. So könne man schnell wieder durchstarten, wenn es wieder vorwärts geht.

11:35 Uhr

Die Umsatzrendite wurde in den vergangenen Jahren kontinuierlich verbessert, so Endress. Damit verfüge das Unternehmen nun über ausreichend Liquidität, um »die Löhne und Gehälter unserer Mitarbeitenden ein Jahr lang zu begleichen. Wenn es nötig wird, können wir in Krisenzeiten von dieser Substanz zehren«, so Endress.

11:32 Uhr

Auch die Mitarbeit im Unternehmen wurde neu geregelt. So werden die jungen Familienmitglieder auch unterhalb der Geschäftsführungsebene dauerhaft tätig und können sich wie jeder andere Mitarbeiter auch hocharbeiten.

11:30 Uhr

Seit 2019 trägt die jüngere Generation der Familie mehr Verantwortung: So haben »die Jungen« hier die Mehrheit und mit Sandra Genge werde das erste Mitglied der jüngeren Generation in den Verwaltungsrat aufsteigen. Sie wird 2022 den Platz von Hans-Peter-Endress übernehmen, der altersbedingt zurücktreten wird.

11:26 Uhr

Dr. h.c. Klaus Endress übernimmt. Er betont, dass 2019 ein gutes Jahr für die Familie Endress war. So wurde die Familiencharta wurde überarbeitet. Darin wird festgelegt, was die Unternehmerfamilie erreichen möchte, welche Werte und Prinzipien wichtig sind und welche Regeln beachtet werden sollen. Klaus Endress zur Vision der Familie: »Endress+Hauser soll ein erfolgreiches Familienunternehmen bleiben. Mit der Charta haben wir feste Institutionen geschaffen, welche die Gemeinsamkeiten und den Zusammenhalt stärken. Die Mitglieder der Familie sehen sich regelmäßig. Die jüngere Generation ist immer dabei. Sie hat außerdem ihre eigenen Plattformen, um sich besser kennenzulernen und mehr über das Unternehmen zu erfahren.«

Umsatzentwicklung 2015-2019
© Endress+Hauser

Umsatzentwicklung 2015-2019

11:22 Uhr

Das Betriebsergebnis stieg um 3,9 % von 331 auf 343 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote lag 2019 bei 75,6 % (2018: 71,0 %)

11:19 Uhr

Die Mitarbeiterzahl stieg an: In Europa um 250 auf 9.950 Mitarbeiter, im Asien/Pazifik-Raum von 2.315 auf 2.429 Mitarbeiter, in Amerika von 1.606 auf 1.645 Mitarbeiter.

11:15 Uhr

Der Umsatz stieg in 2019 von 2.445 Millionen Euro auf 2.652 Millionen Euro. Den größten Umsatz macht Endress + Hauser in Europa. 1.182 Millionen Euro setzte das Unternehmen 2019 um (2018: 1.124 Millionen Euro); das entspricht einem Plus von 5,2 %. Der Raum Asien/Pazifik stieg um 17 % von 660 auf 772 Millionen Euro. Amerika weist ein Wachstum von 6 % von 555 auf 588 Millionen Euro. Allein Afrika/Naher Osten verbucht ein Minus von 5,6 % von 116 auf 110 Millionen Euro.

11:10 Uhr

»Endress+Hauser ist aus Krisen immer gestärkt hervorgegangen. Ich bin überzeugt, dass uns dies auch diesmal gelingen wird. Warum? Weil wir immer äußerst solide wirtschaften und in guten Zeiten vorgesorgt haben. Weil eine Gesellschafterfamilie hinter uns steht, die loyal ist gegenüber Kunden und Mitarbeitenden und ihre unternehmerische Verantwortung wahrnimmt«, so Altendorf. 

11:08 Uhr

Schwankungen in der Auslastung in Produktion und Vertrieb könne man ausgleichen, in dem Kapazitäten und Ressourcen umgeschichtet werden. Arbeitszeitkonten werden heruntergefahren, auch ins Minus, Ferien- und Brückentage flexible genutzt. Falls notwendig, werde man auch auf Kurzarbeit zurückgreifen, so Altendorf. Auch Kosten kommen auf den Prüfstand: Ausgaben werden falls möglich vermieden und Projekte verschoben. Große Investitionsvorhaben werden jedoch durchgeführt und abgeschlossen.

11:05 Uhr

Altendorf betont, dass Angst und Panik nicht angebracht seien. Man müsse sich auf Verantwortung und Solidarität konzentrieren und sich auf unsere Freiheiten besinnen, so der CEO von Endress + Hauser. Altendorf: »Die Erfahrungen aus der Finanzkrise 2008/2009 helfen uns in dieser akuten Phase. Wenn sich eine Situation sehr dynamisch entwickelt, ist es wichtig, flexibel und agil zu handeln. Auf Sicht zu fahren, wie wir sagen, um auf neue Situationen rasch zu reagieren und den Kurs bei Bedarf neu zu justieren. Dabei dürfen wir das langfristige Ziel nicht aus den Augen verlieren.«

11:03 Uhr

Die Corona-Krise überlagere im Moment die bekannten Herausforderungen: Handelsstreit und politische Spannungen, die Strukturkrise im Automobilsektor, der Druck zur Dekarbonisierung der Industrie. »Die Schulden- und Tiefzinsproblematik war ebenfalls schon vorhanden. Sie wird erneut aufflammen durch die Maßnahmen, die Politik und Zentralbanken weltweit ergriffen haben, um die Wirtschaft zu stützen und die sozialen Folgen der Pandemie abzufedern. Wie sich dies alles in der globalen Wirtschaft und in unserem Geschäft kurz-, mittel- und langfristig niederschlagen wird, ist offen. Aber es wird Veränderungen geben«, so Altendorf

11:02 Uhr

Altendorf: »Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie sind für uns derzeit noch nicht abschätzbar. Aber die Krise wird sicherlich Spuren hinterlassen – bei unseren Kunden und uns. Überdies haben wir es nicht allein mit dem Coronavirus zu tun. Die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie treffen auf eine ohnehin schwierige politische und konjunkturelle Gemengelage.«

11:00 Uhr

Wie geht es weiter? Altendorf ist sich sicher: »Das Coronavirus wird nicht so schnell aus unserem Leben verschwinden. Hoffentlich wird es bald eine Impfung geben und eine wirksame Medizin. Bis es soweit ist, können aber noch Monate und Jahre vergehen. Solange müssen wir mit der Pandemie leben und uns in dieser neuen Normalität zurechtfinden.« Langsam kehren Mitarbeiter aus dem Homeoffice zurück ins Büro. Nun seien neue Regen zu beachten: Abstand, strikte Hygiene, Mund-Nasen-Masken, sobald der Schreibtisch verlassen wird.

10:57 Uhr

Die letzten Wochen haben nach Meinung Altendorf gezeigt, dass die Strategie 2020+ des Unternehmens die richtigen Schwerpunkte setzt. Der Fokus der Strategie liegt auf Digitalisierung der Produkte, Lösungen und Dienstleistungen, Interaktion und Kollaboration mit Kunden und Kollegen.

10:53 Uhr

Im Jahr 2013 hat Endress + Hauser Analytik Jena übernommen. Trotz Fokus auf die Industrie beliefert Analytik Jena immer noch Kunden in Medizin, Forschung und Wissenschaft. In der Corona-Pandemie liefert das Unternehmen nun Ausrüstungen für den Nachweis des Virus. »Die Kollegen von Analytik Jena China haben kurzfristig geprüft, wie verfügbare Coronavirus-Tests auf unseren Geräten eingesetzt werden können. In Webinaren haben sie rund 1.000 Interessierten vermittelt, wie sich das Erbgut des Virus sicher detektieren lässt. Und sie haben in China mehrere Krankenhäuser mit entsprechender Labortechnik ausgestattet – unter anderem das Notkrankenhaus in Wuhan, das berühmt geworden ist, weil es in nur zehn Tagen hochgezogen wurde«, so Altendorf.

10:51 Uhr

Während der Corona-Pandemie stieg der Zugriff auf die Website endress.com. Mit einem personalisierten Konto konnten Kunden Produkte kaufen. Altendorf: »Das Interesse unserer Kunden an diesen Möglichkeiten ist in der Coronakrise enorm gewachsen. Wir zählen inzwischen mehr als eine Million Besucher monatlich auf unserer Website, ein Plus von 20 Prozent gegenüber 2019. Der Online-Auftragseingang über endress.com liegt derzeit 90 Prozent über dem Vorjahr. In einem Dutzend Ländern macht das digitale Geschäft heute mehr als 10 Prozent des Umsatzes aus – das ist für unsere beratungsintensiven Produkte ein ansehnlicher Wert. Das zeigt, wohin die Reise geht. «

10:48 Uhr

Mitarbeiter wurden ins Homeoffice geschickt. Zu Spitzenzeiten arbeiteten bis zu 10.000 Mitarbeiter von zu Hause aus.

10:45 Uhr

Von Beginn habe man unter dem Motto »lieber zu früh zu viel tun als zu spät zu wenig« gehandelt, so Altendorf. So habe die Gesundheit von Mitarbeiter, Kunden und Partner von Anfang an Priorität gehabt. Zudem galt es, Kunden bestmöglichst zu unterstützen – vor allem jene, die in systemrelevanten Bereichen unterwegs sind.

10:44 Uhr

Überschattet werde das Ergebnis laut Altendorf von der Corona-Pandemie: »Aber seitdem sich im Januar die ersten Meldungen über den Ausbruch einer neuartigen Lungenkrankheit verbreitet haben, bestimmt das Coronavirus unser Leben, beruflich und privat. natürlich interessiert Sie alle deshalb heute auch, wie wir mit dieser Situation umgehen und welche Auswirkungen die Corona-Pandemie auf unser Geschäft hat«, so Altendorf

10:40 Uhr

Im Nettoumsatz konnte das Unternehmen um 8 % auf 2,65 Milliarden Euro steigern. Die Umsatzrendite lag bei 13 Prozent. Das Ergebnis vor Steuern stieg auf 266 Millionen Euro.

10:36 Uhr

Matthias Altendorf, CEO von Endress+Hauser, eröffnet die Pressekonferenz. »2019 war ein gutes Jahr für Endress+Hauser. In normalen Zeiten würden wir jetzt fast eine ganze Stunde über dieses Jahr sprechen. Darüber, wie breit abgestützt unser Wachstum war und wie ausgewogen unsere Entwicklung. Denn alle Produktbereiche, Branchen und Regionen haben zu diesem Erfolg beigetragen. Und wir haben dabei die Nachhaltigkeit nicht vernachlässigt. Aber der Rückblick steht heute nicht im Mittelpunkt«, so Altendorf

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