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Internationale Robotik-Förderprogramme im Vergleich

28. Mai 2021, 10:20 Uhr   |  Andrea Gillhuber

Internationale Robotik-Förderprogramme im Vergleich
© Pixabay / CC0

Die International Federation of Robotics, kurz: IFR, hat ihren globalen Report zur Roboter-Forschung ‚World Robotics R&D Programs‘ aktualisiert.

Weltweit werden die Förderprogramme für Roboter-Forschung angepasst. Dabei verfolgen die Länder unterschiedliche Strategien. Das Ziel ist jedoch gleich: Roboter sollen häufiger und breiter eingesetzt werden.

Die International Federation of Robotics, kurz: IFR, hat ihren globalen Report zur Roboter-Forschung ‚World Robotics R&D Programs‘ aktualisiert. In der aktuellen Fassung werden die von den Ländern verfolgten Strategien der verschiedenen Förderprogramme analysiert. Prof. Dr. Jong-Oh Park, stellvertretender Vorsitzender des IFR-Forschungsausschusses und Mitglied des Executive Board: »Die erste Version unseres Reports ‚World Robotics R&D Programs‘ wurde im Juni letzten Jahres vorgestellt. Seitdem haben Dutzende Länder ihre Forschungs- und Entwicklungsprogramme für die Robotik aktualisiert. Die fünf fortschrittlichsten Robotik-Länder - Südkorea, Japan, Deutschland, USA und China - verfolgen dabei einen sehr unterschiedlichen strategischen Fokus.«

China treibt wirtschaftliches Wachstum voran

Das Ziel des Strategieplans ‚Made in China 2025‘ ist klar: die Fertigungskapazitäten der chinesischen Industrie verbessern. Die Entwicklungsziele setzen auf ein kontinuierliches Wachstum des industriellen Einsatzes. China möchte mindestens drei führende Unternehmen mit internationaler Wettbewerbsfähigkeit entwickeln und mehr als fünf Cluster roboterunterstützender Industrien schaffen.

Um die rasche Entwicklung intelligenter Robotertechnologie zu fördern, rief die chinesische Führung Sonderprogramm ‚Intelligente Roboter" ins Leben, welches die Innovationskette miteinbezieht. Der Fokus liegt auf grundlegenden Spitzentechnologien intelligenter Roboter, Robotern neuer Generation, gemeinsamen Schlüsseltechnologien, Industrierobotern, Servicerobotern und Spezialrobotern.

Laut dem IFR-Jahrbuch ‚World Robotics‘ belegt China mit einer Roboterdichte von 187 Einheiten pro 10.000 Arbeiter in der verarbeitenden Industrie weltweit Platz 15.

Japan strebt Technologieführerschaft an

Japan ist weltweit der führende Hersteller von Industrierobotern und deckte im Jahr 2019 47 % des globalen Robotik-Bedarfs. Und das soll so bleiben: Das Ziel der japanischen ‚New Robot Strategy‘ ist, das Land global auf Platz 1 im Bereich der Robotik-Innovationen zu heben. So soll auch die Rate der Robotisierung im Fertigungssektor bei Großunternehmen um 25 % und bei KMUs um 10 % gesteigert werden. Zudem soll als wichtiger Leistungsindikator der Markt für Systemintegratoren als Mittler zwischen Hersteller und Anwender ausgeweitet werden.

Der Aktionsplan umfasst wichtige Bereiche der Servicerobotik wie Landwirtschaft, Infrastruktur und Gesundheitswesen. Allein der Bereich Pflege & Medizin verfügt über ein Budget von 997,3 Millionen US-Dollar und unterstützt die Gesundheitsdatenreform durch praktische Roboteranwendungen und den Einsatz künstlicher Intelligenz.

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1. Internationale Robotik-Förderprogramme im Vergleich
2. Deutschland setzt den Menschen in den Fokus
3. Südkorea: Robotik als Kernindustrie der Industrie 4.0

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