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Der intelligente Kraftanzug

09. Juli 2021, 10:02 Uhr   |  Inka Krischke

Der intelligente Kraftanzug
© German Bionic

Das vernetzte Cray X wird zum Bindeglied zwischen Mensch und Maschine in Logistik- und Interlogistikprozessen.

Der ‚Cray X Power Suit‘ von German Bionic unterstützt bei Arbeitsplätzen in der Logistik aktiv beim Heben von Lasten. Zudem wird die manuelle Arbeit im Lager in digitale Prozesse einbezogen, optimiert und sicherer gestaltet.

Industrie 4.0 ist in der Logistik kein Schlagwort der Zukunft mehr, sondern Herausforderung im Tagesgeschäft. In der gesamten Branche werden die Aufgaben komplexer, die Reaktionszeiten kürzer. Beim Abruf der Waren geht es nicht mehr um Tage, sondern um Stunden. Be- und Entladen, Verpacken und Verladen von LKWs, Containern und anderen Transportmitteln, Kommissionieren, Umladen – vor allem während Pandemie und Lockdown ist rasantes Tempo angesagt. Auf diesem Wege wird auch die physische Arbeit von Menschen sichtbar zu einem Teil der digitalen Transformation.

Genau hier, am Arbeitsplatz in Logistikumgebungen, setzt die Technologie von German Bionic ein. Mit einem intelligenten Kraftanzug legt das Unternehmen den Fokus darauf, die manuelle Arbeit im Lager in digitale Prozesse einzubinden, zu optimieren und sicherer zu gestalten – an den Stellen, wo Vollautomatisierung oder Robotersysteme an ihre Grenzen stoßen. „Eine Vollautomatisierung ist derzeit für die meisten Logistiker ökonomisch oder auch aus Praktikabilitätsgründen keine Option“, sagt Norma Steller, Head of IoT bei German Bionic. „Gefragt sind vielmehr die kreative Intelligenz und die Flexibilität des Menschen. Denn spätestens, wenn ein Roboter auf ungewöhnliche Paketgrößen oder -formate oder ein exotisches Packschema stößt, muss der Mensch zur Stelle sein, und das Problem lösen.“
 

German Bionic, Cray X, Cloud
© German Bionic

Verbunden über die German Bionic IO-Cloud wird manuelle Arbeit in die digitalen Prozesse des Smart Warehouse integriert

Der ‚Cray X Power Suit‘ ist laut Hersteller das weltweit erste mit einer Cloud vernetzte Roboter-Exoskelett für Arbeitsplätze in Logistikumgebungen. Selbstlernend unterstützt es Arbeiter bei der Kommissionierung, dem Be- und Entladen sowie dem Umladen schwerer Gegenstände, indem es aktiv deren Hebe-Bewegungen verstärkt, damit die Rückenmuskulatur entlastet und die Wirbelsäule stabilisiert. So schützt der intelligente Kraftanzug datenbasiert die Gesundheit der Arbeitskräfte, verringert Unfallrisiken, senkt den Energieverbrauch und steigert die Leistungsfähigkeit und Produktivität um bis zu 20 %.

Das Exoskelett wird wie ein Rucksack übergestreift, umgeschnallt und justiert, und schon wird der aus ultraleichten Karbonfasern hergestellte ‚Cray X‘ zum intelligenten Bindeglied zwischen Mensch und Maschine in Logistik- und Intralogistik-Prozessen. Pro Hebevorgang leistet der Kraftanzug eine Unterstützung von bis zu 30 kg. Im Schnitt entlastet das Exoskelett bis zu 1,5 Tonnen pro Stunde. „Wir wissen, dass Arbeitskräfte in der Logistik in ihren Schichten im Schnitt jeden Tag etwa zwölf Tonnen heben. Das entspricht dem Gewicht zweier Elefanten. Wir befreien sie von diesen Elefanten“, sagt Norma Steller.

Das Exoskelett bindet die Arbeitskräfte in den digitalen Workflow ein und schützt sie zugleich unmittelbar vor übermäßiger Belastung und Ermüdung. Dies steigert die Produktivität und reduziert Fehler: Pro Schicht lässt sich die Fehlerquote Unternehmensangaben zufolge um bis zu 10 % senken und die Kommissionierleistung um bis zu 22 % pro Schicht steigern.

Die Roboterplattform ‚German Bionic IO Cloud‘ bindet die mit dem Exoskelett ausgestatteten Arbeitskräfte mit Echtzeit-Datenerfassung und genauer Datengranularität in den digitalen Workflow und die Cloud ein und ermöglicht so den nahtlosen, interoperablen Datenaustausch zwischen allen Unternehmenssystemen.

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