Pegasystems

Alexandra Hose,

Vom Überraschungsei zum KI-Transformer

Künstliche Intelligenz wird das Jahr 2024 stark prägen: An die Stelle von singulären Anwendungen und kreativen Spielereien treten automatisierte Prozesse, die betriebswirtschaftlichen Mehrwert bieten und den Startschuss für die Reise zum Autonomous Enterprise geben.

© Prostock-studio/Stock.Adobe.com

Künstliche Intelligenz kann großes Optimierungspotenzial freisetzen und Unternehmen nachhaltig verändern, sagt Pegasystems, Anbieter einer Low-Code-Plattform, voraus. Das Unternehmen präsentiert fünf Trends, die 2024 zum Jahr der innovativen Entscheider und Vordenker machen können.

Generative KI verlässt den Spielzeug-Modus

In den letzten Monaten hat generative KI bereits für Überraschungsmomente gesorgt: Texte, Grafiken oder Videos konnten virtuell generiert werden, das Kundenmanagement profitierte von der Automatisierung bei Anfragen und sogar beim Coding von Low-Code-Anwendungen hat KI menschliche Aufgaben übernommen. In 2024 werden an die Stelle von isolierten Anwendungssituationen und kreativen Spielereien KI-gesteuerte Modelle treten, die generative Agenten mit allen Arten von internen und externen Datenquellen verbinden. Komplexe Arbeitsprozesse können so von Anfang bis Ende automatisiert werden. Die Aufgabe der Mitarbeitenden wird dann vor allem darin bestehen, die Kontrolle zu behalten, damit generative KI innerhalb von klar definierten Parametern eingesetzt wird.

KI-Regulierung geht in die heiße Phase

Vom EU-KI-Gesetz bis zur Durchführungsverordnung des KI-Sicherheitsgipfels – politische Entscheider haben in 2023 aus dem Thema KI-Regulierung weltweit kräftig Kapital geschlagen. KI ist zum Trendthema mit hoher medialer Aufmerksamkeit geworden. In den nächsten zwölf Monaten wird sich zeigen, welche politischen Entscheider in der Lage sind, ihren Worten auch Taten folgen zu lassen. Mit der vorläufigen Einigung über den AI Act am 9. Dezember 2023 hat die Europäische Union die Führungsrolle übernommen. In anderen Staaten, wie beispielsweise in den USA, könnte es sich aufgrund der anstehenden Wahlen als schwierig erweisen, durch eigene Vorschriften nachzuziehen. Das Ringen um die Spitze wird daher andauern und auch auf Unternehmen Auswirkungen haben.

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KI-Natives strömen in die Arbeitswelt

Immer mehr Verbraucher haben sich bereits mit KI-Anwendungen auseinandergesetzt. In 2024 werden deshalb die ersten KI-Natives in die Arbeitswelt strömen, die es gewohnt sind, KI-Tools im Alltag für das Schreiben von Texten oder der Produktion von Fotos einzusetzen. Sie werden ihr Wissen, aber auch eine Erwartungshaltung an den Arbeitsplatz mitbringen. Für Arbeitgeber wird das zu einem entscheidenden Moment, um die Rahmenbedingungen für den Einsatz von generativer KI zu definieren und auch über weniger »sexy« Formen der KI zu befinden, wie etwa Geschäftsregeln und Entscheidungsfindung. All das könnte der Anfang für eine echte KI-Revolution in Unternehmen werden. Anstatt »Wird KI mir meinen Job wegnehmen?« sollten sich Mitarbeitende dann eher fragen »Wird ein KI-Native mir meinen Job wegnehmen?«.

Pionierunternehmen erfinden sich neu

In immer mehr Unternehmen sind erste KI-Anwendungen im Einsatz. Doch sind die getätigten Investitionen ihr Geld wert? In 2024 wird sich der erfolgreiche KI-Einsatz vor allem in den Unternehmen zeigen, die durch KI und Automatisierung ihren betriebswirtschaftlichen Nutzen steigern - etwa indem Mitarbeitende effizienter arbeiten können, Geschäftsziele autonom erreicht werden oder eine Feedback-Loop die Arbeitsprozesse kontinuierlich optimiert. Solche Unternehmen sind auf dem besten Weg in Richtung des Autonomous Enterprise.

Das Rebranding von KI steht an

In den letzten Monaten wurden viele Bedenken gegenüber KI geäußert. Doch allmählich wird KI auch als ein Helfer in Lebens- und Arbeitssituationen wahrgenommen. Das bedeutet nicht, den Blick für die Risiken und Grenzen der Technologie zu verlieren. Es heißt vielmehr, nach pragmatischen Wegen zu suchen, um Risiken zu minimieren und Chancen zu nutzen. Die kommenden Monate werden deshalb in vielen Bereichen zu einem Rebranding von KI führen. In dem Maße wie sich KI zum Mainstream entwickelt, wird auch das Bild in der Öffentlichkeit positiver sein. Und vielleicht heißt der KI-Sicherheitsgipfel dann auch KI-Chancen-Everest.

»In vielen Unternehmen glich der KI-Einsatz in 2023 ein wenig einem Laborexperiment«, bestätigt Peter van der Putten, Director AI Lab bei Pegasystems. »Viele Anwendungen kamen isoliert und ohne Einbindung in die Geschäftsprozesse zum Einsatz. Das wird sich in den kommenden Monaten ändern. KI-Natives strömen in die Arbeitswelt und werden für Impulse in den Pionierunternehmen sorgen, die sich auf die Reise zum Autonomous Enterprise begeben haben. Der Lohn dieser Mühe wird beeindruckend sein und großes Optimierungspotenzial freisetzen. Mehr denn je gilt deshalb der Satz: Wer rastet, der rostet.«

 

Nach Unterlagen von Pegasystems.

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