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Artikel und Hintergründe zum Thema

Vodafone-Studie

Alexandra Hose,

Jugendliche wünschen sich mehr bildschirmfreie Zeit

Die Debatte um exzessive Smartphone- und Social-Media-Nutzung wird oft von Experten geführt – eine europaweite Vodafone-Studie gibt nun auch Jugendlichen selbst eine Stimme. Das Ergebnis überrascht: Ausgerechnet die Gen Z, die mit TikTok, Instagram & Co. aufgewachsen ist, wünscht sich weniger Social Media.

© stock.adobe.com/Seventyfour

Fast alle Befragten sind sich der Risiken bewusst und suchen aktiv nach mehr Offline-Aktivitäten. Viele haben bereits Maßnahmen zur Reduzierung ihrer Bildschirmzeit ergriffen. Besonders deutlich: Fast zwei Drittel der Jugendlichen ab 16 Jahren befürworten ein Social-Media-Verbot für Kinder unter zwölf Jahren. Auch die Hälfte der 11- bis 15-Jährigen (Generation Alpha) unterstützt diese Forderung. Befragt wurden rund 4.000 junge Menschen aus acht europäischen Ländern, darunter 500 aus Deutschland.

Marcel de Groot, Vodafone Deutschland CEO: „Unsere Phone-Life-Balance ist an einigen Stellen in Schieflage geraten. Unsere Studie gibt den Jugendlichen selbst eine Stimme – also den jungen Menschen, die gerade mit TikTok, Instagram und Co. groß werden. Denen, die von ihren echten Erfahrungen im Alltag berichten können. Die Ergebnisse sind überraschend: Ausgerechnet die 'Generation Smartphone' hält zu viel Bildschirmzeit für ein gesellschaftliches Problem – und wünscht sich mehr Offline-Erlebnisse.“ © Vodafone

Übermäßige Nutzung als gesellschaftliches Problem
Drei von vier Jugendlichen sehen endloses Scrollen nicht nur als individuelles, sondern als gesamtgesellschaftliches Problem. Mehr als die Hälfte findet sogar, dass Eltern das Handy genauso oft nutzen wie ihre Kinder. Entsprechend fordern Jugendliche Unterstützung von Politik, Eltern, Unternehmen und Bildungseinrichtungen, um digitale Teilhabe mit Schutzmaßnahmen zu verbinden.

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Mehr echte Erlebnisse statt Dauer-Scrollen
73 % der Jugendlichen möchten ihre Bildschirmzeit reduzieren. Sie berichten, dass sie sich ohne Smartphone glücklicher, entspannter und kreativer fühlen. Besonders ab 16 Jahren wächst das Bewusstsein für gesundheitliche und konzentrationsbezogene Folgen. Statt ständiger Online-Präsenz wünschen sich viele mehr analoge Erlebnisse: Zeit mit Familie und Freunden, Outdoor-Aktivitäten oder kreative Hobbys. Zwar interessieren sie sich für Apps, die zu Offline-Aktivitäten motivieren, genutzt werden diese bisher kaum.

Forderung nach strengeren Regeln
Neben dem Wunsch nach weniger Bildschirmzeit sehen Jugendliche vor allem Schutzbedarf. 63 % der Gen Z und 50 % der Generation Alpha unterstützen ein Social-Media-Verbot für Kinder unter zwölf Jahren. Über alle Altersgruppen hinweg besteht Einigkeit: Nötig sind strengere Alterskontrollen, Aufklärung, elterliche Begleitung und Bildungsprogramme für einen sicheren Umgang mit digitalen Medien.

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