Gigamon

Andrea Gillhuber,

Vertrauen in Generative KI schwindet:

Deutsche Unternehmen überdenken den Einsatz von KI-Tools. Nur noch ein Drittel nutzt ChatGPT und Co ohne Bedenken. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie von Gigamon.

© Gerd Altmann/Pixabay

Eine aktuelle Studie von Gigamon zeigt, dass deutsche Unternehmen zunehmend skeptisch gegenüber Generative KI-Anwendungen wie ChatGPT und Google Gemini werden. Während im Jahr 2023 noch 75 % der befragten CIOs und CISOs keinen Anlass sahen, diese Technologien nicht zu nutzen, hat sich das Blatt inzwischen gewendet. Nur noch 31 % der Unternehmen setzen die KI-Tools bedenkenlos ein, während 44 % die möglichen Sicherheitsrisiken weiterhin evaluieren und 25 % bereits die Entscheidung getroffen haben, Generative KI zu verbannen.

Diese 180-Grad-Wende in der Einstellung ist auf verschiedene Faktoren zurückzuführen: Einige Unternehmen berichten von negativen Erfahrungen, wie etwa Phishing-Attacken, bei denen täuschend echt wirkende E-Mails durch KI generiert wurden. Angesichts dieser Entwicklungen ist die Skepsis gewachsen, und viele Unternehmen überprüfen die Sicherheit dieser Technologien gründlicher; so Gigamon.

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Gegentrend bei Instant Messaging Apps

Im Gegensatz zu Generativen-KI-Tools hat sich das Vertrauen in Instant Messaging Apps wie WhatsApp verbessert. Im letzten Jahr untersagten 67 % der Unternehmen die Nutzung von WhatsApp aus Sicherheitsgründen, doch inzwischen ist dieser Anteil auf 22 % gesunken. Gleichzeitig erlauben nun 34 % der Unternehmen die Nutzung der App, ohne Bedenken zu haben. Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich bei TikTok: Während 2023 noch 89 % der Befragten potenzielle Sicherheitsrisiken prüften, verbieten heute zwar 47 % die Nutzung, aber auch 23 % mehr Unternehmen erlauben die App im Vergleich zum Vorjahr.

Deep Observability gewinnt an Bedeutung

© Gigamon

Die Studie hebt zudem hervor, dass Unternehmen vermehrt auf »Deep Observability« setzen, um die Transparenz ihrer IT-Infrastrukturen zu verbessern und Sicherheitslücken zu schließen. Während im Vorjahr nur 28 % der Befragten eine Sichtbarkeit bis zur Anwendungsebene angaben, hat sich dieser Wert 2024 auf 55 % erhöht. Auch die Überwachung des verschlüsselten Datenverkehrs hat zugenommen, was zu einer Verringerung der Sorge um Blind Spots geführt hat (31 % im Vergleich zu 52 % im Vorjahr). Diese verstärkte Sichtbarkeit ermöglicht es den Unternehmen, Schwachstellen und Angriffe schneller zu erkennen und zu bekämpfen.

Ali Moniri, Technical Lead EMEA bei Gigamon, betont die Wichtigkeit dieser Entwicklungen: »Deutsche Unternehmen realisieren langsam, dass Generative AI nicht so harmlos ist, wie viele von ihnen anfangs dachten. Gleichzeitig steigt die Akzeptanz anderer Anwendungen wie WhatsApp und TikTok. Umso wichtiger ist es, die Sichtbarkeit der IT-Umgebung zu erhöhen, um mögliche Blind Spots zu vermeiden.«

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