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Übernahme

Lukas Dehling,

Siemens will Mentor Graphics kaufen

Siemens will den Industriesoftware-Anbieter Mentor Graphics für 37,25 US-Dollar je Aktie übernehmen – was einem Unternehmenswert von etwa 4,5 Milliarden US-Dollar entspricht. Ziel ist, das Unternehmen in die PLM-Sparte zu integrieren.

Siemens plant den Zukauf von Mentor Graphics. Der Abschluss der Transaktion wird für das zweite Quartal des Kalenderjahres 2017 erwartet.

© Siemens AG

"Siemens übernimmt Mentor als Teil des Vision 2020-Konzepts. Mentor passt perfekt, um unsere Position in der digitale Führerschaft auszubauen und das Tempo in der Industrie vorzugeben", sagte Joe Kaeser, Vorstandsvorsitzender von Siemens.

© Siemens AG

Siemens und Mentor Graphics haben heute eine Vereinbarung zur Übernahme von Mentor durch Siemens für 37,25 US-Dollar je Aktie in bar unterzeichnet. Dies entspricht einem Unternehmenswert von 4,5 Mrd. US-Dollar. Der Angebotspreis entspricht einer Prämie von 21 % gegenüber dem Schlusskurs vom 11. November 2016, dem letzten Handelstag vor der Ankündigung. Das Board of Directors von Mentor unterstützt das Übernahmeangebot von Siemens und empfiehlt, dass die Aktionäre die Vereinbarung genehmigen und annehmen. Elliott Management, Aktionär von Mentor, hat sich verpflichtet, die Transaktion zu unterstützen.

Mit der Übernahme will Siemens sein Digital-Enterprise-Portfolio um Mentors Lösungen für elektronisches IC und Systemdesign, Simulation und Herstellungslösungen erweitern, da diese Fähigkeiten heute für vernetzte Smart-Produkte wie etwa autonome Fahrzeuge benötigt werden. Die Kombination der beiden Unternehmenslösungen soll Entwicklungstools für Mechanik, Thermik, Elektrik/Elektronik sowie Embedded-Software ermöglichen.

Umsatz von 1,2 Mrd. US-Dollar

Mentor hat seinen Sitz in Wilsonville, Oregon, USA, und hat Mitarbeiter in 32 Ländern weltweit. Im vergangenen Geschäftsjahr 2016, das zum 31. Januar 2016 endet, erzielte Mentor einen Umsatz von circa 1,2 Mrd. US-Dollar und eine bereinigte Marge von 20,2 %. Siemens erwartet, dass diese attraktiven Margen auch in der Zukunft anhalten werden. Mentor wird damit wesentlich zum Geschäft mit Product Lifecycle Management (PLM) Software in der Siemens Division Digital Factory beitragen, in die das Unternehmen integriert werden soll. Mentor verfügt laut Siemens über eine große und diversifizierte Kundenbasis von entscheidenden System- und Halbleiteranbietern mit über 14.000 weltweiten Kunden im Bereich Kommunikation, Computer, Unterhaltungselektronik, Halbleiter, Netzwerke und Luft- und Raumfahrt, Multimedia sowie Transportindustrie. Mentor gilt als globaler Marktführer in strategischen Industriesegmenten wie IC-Design, Test und Fertigung, Entwurf und Analyse von elektronischen Systemen und Emerging Markets einschließlich der Automobilelektronik.

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Die Ziele der Übernahme

"Durch die Kombination von Mentors Technologieführerschaft und der engen Kundenbeziehungen mit dem globalen Know-how und Ressourcen von Siemens können wir den wachsenden Bedürfnissen unserer Kunden besser gerecht werden und unseren Mitarbeitern zusätzliche Chancen eröffnen“, sagt Walden C. Rhines, Chairman und CEO von Mentor.

Siemens rechnet damit, Synergien beim EBIT von 100 Millionen Euro im vierten Jahr nach Abschluss der Transaktion aus einer Kombination von Umsatzwachstum und erwarteter Margenverbesserung zu erzielen. Darüber hinaus soll zum Ergebnis je Aktie bei Siemens die Übernahme im dritten Jahr nach dem Abschluss beitragen. Der Abschluss der Transaktion ist abhängig von den üblichen Bedingungen und wird für das zweite Quartal des Kalenderjahres 2017 erwartet.

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