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Artikel und Hintergründe zum Thema

Engineering

Günter Herkommer,

Siemens beteiligt sich an Bentley Systems

Siemens und Bentley Systems haben eine strategische Allianz mit dem Ziel vereinbart, die Digitalisierung in sich ergänzenden Geschäftsgebieten voranzutreiben. Zugleich beteiligt sich Siemens mit 70 Mio. Euro an Bentley.

Klaus Helmrich, Mitglied des Siemens-Vorstands zur geschlossenen Allianz: "Mit diesem Schritt bauen wir unser Industry Software-Ökosystem von 2D- zu 3D-Lösungen weiter aus. Damit heben wir das Simulationsportfolio unseres Digital-Enterprise-Angebots auf eine ganz neue Ebene."

© Siemens

Siemens und Bentley wollen zunächst 50 Millionen Euro in die Entwicklung gemeinsamer Lösungen für die Bereiche Infrastruktur und Industrie investieren, um ihre jeweiligen Angebote auszubauen. Im Rahmen dieser Aktivitäten sollen neue Cloud Services für eine vernetzte Datenumgebung genutzt werden, um die jeweiligen digitalen Engineering-Modelle beider Unternehmen zusammenzuführen. Über die vereinbarte Zusammenarbeit hinaus hat Siemens im Rahmen eines Unternehmensprogramms, das bis zur Börsennotierung von Bentley Systems läuft, Altaktien aus dem Bentley-Stammkapital im Wert von etwa 70 Millionen Euro erworben.

Siemens und Bentley Systems arbeiten bereits erfolgreich in den Divisionen Digital Factory sowie Process Industries and Drives zusammen und haben dort schon entsprechende Softwareangebote integriert. So wurde die Technik der Bentley Reality-Modeling-Software in Siemens Process Simulate integriert, um lasergescannte Punktwolken bei der Modellierung von Industriebrachen zu nutzen.

Mehrere Siemens-Divisionen werden in die neuen Investitionsinitiativen involviert sein. Der wesentliche Nutzen liege darin, aktuelle Daten aus den Siemens-Lösungen über die komplementären Bentley-Anwendungen für Designmodellierung, analytische Modellierung, Konstruktionsmodellierung und Asset-Performance-Modellierung zusammenzutragen. So ermöglichen die integrierten und offenen Engineering-Modelle wie der "digitale Zwilling" durch eine immersive 3D-Schnittstelle betrachtet eine bessere operative Performance, Darstellung und Zuverlässigkeit. Damit werden die 2D-Modelle der Siemens-Lösungen in die realitätsgetreuen 3D-Modelle von Bentley Systems integriert.

Siemens und Bentley Systems wollen in den Bereichen Energiemanagement, Energieerzeugung, Gebäudetechnik und Mobilität dort zusammenarbeiten, wo sich ihre Expertisen ergänzen. Beispielsweise ergänzen die Bentley-Anwendungen für die 3D-Modellierung und Strukturanalyse von Industrie- und Infrastruktureinrichtungen die Lösungen und das Domänen-Know-how von Siemens in den Bereichen Elektrifizierung und Automatisierung. Siemens und Bentley werden jeweils Software des Partners anbieten und Komplettlösungen liefern.

Bentley wurde 1984 gegründet, hat seinen Hauptsitz in Exton (PA, USA) und beschäftigt in über 50 Ländern mehr als 3.000 Mitarbeiter, die einen Jahresumsatz von mehr als 600 Millionen US-Dollar erwirtschaften. Seit 2009 hat das Unternehmen mehr als eine Milliarde USD in Forschung, Entwicklung und Akquisitionen investiert.

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