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Artikel und Hintergründe zum Thema

Positionspapier veröffentlicht

Annina Schopen,

Kreislaufwirtschaft stärken: Verbände erneuern Klimaschutz-Bekenntnis

Vor drei Jahren hat die deutsche Kunststoff- und Recyclingindustrie ihr erstes gemeinsames Positionspapier veröffentlicht. Nun haben die Verbände ihr Bekenntnis zur Kreislaufwirtschaft und zum Klimaschutz erneuert – mit einem erweiterten Maßnahmenkatalog.

© Miha Creative/stock.adobe.com

Kunststoffe leisten schon jetzt einen elementaren Beitrag zum Klimaschutz. Die Kreislaufwirtschaft von Kunststoffen voranzutreiben, werde die CO2-Bilanz der Kunststoffbranche weiter verbessern, davon gehen die Verbände aus. Die Positionen und vorgeschlagenen Maßnahmen, die sie nun veröffentlicht haben, sollen als Appell in Richtung Kunststoffindustrie, Politik und Öffentlichkeit verstanden werden, zusammen die Verantwortung für mehr Ressourcenschonung und Klimaschutz zu übernehmen, aktiv an der Realisierung der Kreislaufwirtschaft mit Kunststoffen mitzuwirken und die von EU-Seite definierten Standards umzusetzen.

Hinter dem Positionspapier stehen die Verbände Plastics Europe Deutschland, GKV Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie, VDMA Fachverband Kunststoff- und Gummimaschinen, der Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Kreislaufwirtschaft und der Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung. Sie repräsentieren die Akteure, die sich in ihren Aufgaben innerhalb der Kreislaufwirtschaft ergänzen. Sie alle tragen dazu bei, den Kunststoffkreislauf effizient und nachhaltig zu schließen.

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Erweiterter Maßnahmenkatalog für mehr Kreislaufwirtschaft

© Plastics Europe

Im Positionspapier finden sich detaillierte Vorschläge, in welchen Bereichen es Veränderungen für die notwendigen Impulse zu mehr Kreislaufwirtschaft braucht. Neben recyclinggerechter Produktgestaltung, dem Außenhandel mit Altkunststoffen oder dem EU-weiten Ende ihrer Deponierung und der Ausweitung von Entsorgungs- und Verwertungsstrukturen gehört dazu auch, die Marktbedingungen für den Einsatz von Rezyklaten zu verbessern. Dafür brauche es einen klaren politischen Fahrplan und die notwendigen rechtlichen Rahmenbedingungen. Im überarbeiteten Papier wurden die Positionen zum mechanischen und chemischen Recycling geschärft. Mit der Vielfalt bestehender und neuer Recyclingverfahren würden die Voraussetzungen geschaffen, zusätzliche Rezyklate auch in Neuwarequalität auf den Markt zu bringen.

Europäische Marktaufsicht für Produkte aus Drittstaaten stärken

Die europäische Marktaufsicht habe die Aufgabe, die Sicherheit von Arbeitnehmer:innen und Verbraucher:innen sowie die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen zu gewährleisten, so das Papier. Sie stelle damit ein weiteres notwendiges Instrument zur Förderung der Kreislaufwirtschaft dar. Angesichts der zunehmenden Regelungsdichte in Europa müsse die Marktaufsicht in den Mitgliedstaaten bei Importen aus Drittländern jedoch effektiver funktionieren und bei Verstößen gegen EU-Standards entsprechende Maßnahmen ergreifen, um Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden.

Ihre Position und ihre Vorschläge sehen die Verbände als Beitrag für die Fortsetzung des Dialogs mit weiteren Partnern aus der Kunststoffindustrie, aber auch mit den Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft als wesentlichen Mitgestaltern auf dem Weg zur Kreislaufwirtschaft.

Schulterschluss der Kunststoff- und Recyclingindustrie

Mit der gemeinsamen Position pro Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz verstärken die Verbände der Kunststofferzeuger, der Kunststoff verarbeitenden Industrie und des Kunststoffmaschinenbaus, der Entsorgungsindustrie und des Kunststoffrecyclings ihre Zusammenarbeit, um ihr Know-how zu bündeln. Gemeinsam wollen die Verbände den offenen Austausch und Dialog zu Innovationen und nachhaltigen Entwicklungen der Kunststoffindustrie insbesondere in Richtung Kreislaufwirtschaft vorantreiben.

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