Adesso

Alexandra Hose,

Nachhaltigkeitsprüfstand für Software-Anwendungen

In dem Projekt ECO:DIGIT wollen die Gesellschaft für Informatik, das Öko-Institut, die Open Source Business Alliance sowie Adesso und Siemens eine Plattform für die Bewertung der Nachhaltigkeit von Software-Anwendungen schaffen.

Dr. Angela Carell, Leiterin von Adesso research

© adesso

Geht es um die Nachhaltigkeit von IT, liegt der Fokus bislang meist auf Hardware-Systemen und ihrem Energiebedarf. Software-Anwendungen stehen weniger im Fokus, da etablierte Methoden und Standards zur Bewertung ihrer Umweltauswirkungen oft fehlen. Machen Unternehmen diesbezüglich Angaben, lassen sich diese nur schlecht vergleichen und hinsichtlich eines möglichen Greenwashings beurteilen.

Das Projekt ECO:DIGIT (Enabling green COmputing and DIGItal Transformation) soll das nun ändern. Die Gesellschaft für Informatik, das Öko-Institut, die Open Source Business Alliance sowie Adesso und Siemens schaffen damit eine Bewertungsplattform, die detailliert und transparent über den ökologischen Fußabdruck von Software-Anwendungen informiert. Dabei sollen nicht nur der Ressourcenverbrauch der Anwendungen und der darunter liegenden Betriebsumgebungen berücksichtigt werden, sondern auch der Verbrauch von Rohstoffen und der Einsatz von Chemikalien bei der Produktion, dem Transport und der Entsorgung der Hardware, auf denen die Anwendungen auf Endgeräten, in Rechenzentren, in der Cloud oder am Edge laufen. Das Projekt geht zurück auf eine Idee von adesso und wird im Rahmen des „GreenTech Innovationswettbewerbs“ durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gefördert.

„Gerade Dienstleistungsunternehmen, bei denen die IT für einen großen Teil des ökologischen Fußabdrucks verantwortlich ist, benötigen verlässliche Informationen zum Ressourcenverbrauch ihrer Software-Anwendungen, wenn sie nachhaltiger werden wollen“, betont Dr. Angela Carell, Leiterin von Adesso research. „Da es in dem Bereich bislang an objektiven und standardisierten Bewertungsmethoden fehlt, haben sich engagierte Verbände und Unternehmen nun zusammengetan, um diese zu entwickeln. Wie wichtig das für die Wirtschaft ist, zeigt sich auch daran, dass das Projekt vom BMWK gefördert wird.“

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