Eplan

Meinrad Happacher,

Leitfaden fürs Engineering

Die alten Arbeitsmethoden im Engineering des Maschinenbaus haben ausgedient, da ist man sich bei Eplan sicher. Mit einem methodischen Leitfaden will das Unternehmen seinen Kunden bei der Etablierung neuer Vorgehensweisen unter die Arme greifen. Haluk Menderes, Geschäftsführer bei Eplan erläutert, was hinter dem Leitfaden 'Eplan Experience' steckt.

Haluk Menderes: "Der Schlüssel zu mehr Effizienz liegt in der Modularisierung und konsequenten Wiederverwendung von Daten."

© Eplan

Herr Menderes, 'Eplan Experience' heißt das Strategieprogramm, mit dem ihre Kunden das eigene Engineering jetzt effizienter gestalten können sollen. Was muss man sich darunter vorstellen?

Das langfristige Ziel ist letztlich die Umsetzung des Industrie 4.0-Gedankens. Sprich: der Aufbau komplett digitaler Prozesse, wie zum Beispiel der Datenfluss im Collaborative Engineering, auch unter Mechatronik-Aspekten.

Eplan Experience ist dabei kein Tool im klassischen Sinn von Software, sondern ein Leitfaden für die Effizienzsteigerung in allen Bereichen des Engineerings. Das wissensbasierte Programm umfasst die gesamte Engineering-Wertschöpfung, von der Entwicklung/ Konstruktion bis hin zur Ausführungsplanung und automatisierten Fertigung sowie der kompletten IT Integration.

Im Endeffekt hilft es den Unternehmen, mehr aus der Software, aber auch dem Prozess insgesamt herauszuholen.Schließlich liegt die Leistungsfähigkeit einer Software in der umfassenden Kenntnis der Philosophie und ihrer konsequenten Anwendung. Oft hören wir im Gespräch mit Kunden "Wir müssten mal unsere Prozesse überdenken…". Zumeist fehlen jedoch die Konsequenz und der Mut, es einfach zu machen. – Und hier wollen wir ansetzen und mithelfen.

Wo empfehlen Sie, die Veränderungsprozesse als erstes anzugehen? Welcher finanzielle Aufwand hängt damit zusammen?

Wir starten zunächst mit den Themen Normen & Standards sowie Konstruktionsmethoden, aber grundsätzlich entscheidet der Kunde, womit er beginnt. Unser Leitfaden lässt sich dabei überall dort anwenden, wo projektiert wird: im Maschinen- und Anlagenbau, der Schrankfertigung, der Prozesstechnik und der Fluid- und Elektrotechnik. Alle Bereiche haben eines gemein: Daten werden von Arbeitsschritt zu Arbeitsschritt weitergegeben. Gerade bei kleineren Firmen sehen wir die größten Möglichkeiten, um parallel zum Tagesgeschäft bereits erprobte Konzepte umzusetzen. Der finanzielle Aufwand ist dabei nicht pauschal zu benennen, er hängt letztlich ab vom Grad der Prozessveränderung.

Inwiefern ist eine Unterstützung durch Eplan notwendig, beziehungsweise angeraten?

Das angestrebte Ziel ist ja nicht ganz trivial: Die Herausforderung besteht in der Gestaltung der Veränderungsprozesse von einer fertigungsorientierten Projektierung hin zur funktionsorientierten Projektierung. Und um diesen Pradigmenwechsel möglichst effizient umzusetzen bieten wir unseren Kunden gerne an, auf unsere Erfahrungen in Form von 'best in class'-Lösungen zurückzugreifen.

Über welchen Zeitraum spannt sich die Einführung eines solchen Programms?

Die Anwendung von Eplan Experience, die aus acht Handlungsfeldern besteht, bedeutet die Chance auf eine grundlegende Veränderung der Arbeitsweise im Engineering. Dieser Prozess ist eine strategische Veränderung – wir reden also durchaus von Monaten.

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