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Artikel und Hintergründe zum Thema

EPAM AI Report 2025

Alexandra Hose,

KI hat massiven Einfluss auf Wertschöpfung

EPAM Systems gibt die Zahlen aus seinem KI-Forschungsbericht „From Hype to Impact: How Enterprises Can Unlock Real Business Value with AI“ bekannt. Eine Kernaussage der Studie: KI hat jetzt schon massiven Einfluss auf die Wertschöpfung in Deutschland.

© stock.adobe.com/Deemerwha studio

EPAM hat mit dem Meinungsforschungsinstitut Censuswide eine internationale Studie zum Einsatz von KI in großen Unternehmen (>10.000 Mitarbeitende) durchgeführt. Sie zeigt wie stark KI in großen Unternehmen in Deutschland bereits eingesetzt wird und welchen konkreten Anteil am Unternehmensgewinn KI-Projekte 2023 hatten und in 2025 haben werden. Die Ergebnisse wurden mit Blick auf deutsche Unternehmen ausgewertet; es wurden Schlüsse auf die Position der heimischen Wirtschaft beim KI-Einsatz im internationalen Vergleich gezogen. 

Überraschende Erkenntnisse

  • Fast 40% der Unternehmen hierzulande sehen im Einsatz von KI den entscheidenden Faktor für mehr als die Hälfte der eigenen Gewinne im Jahr 2023.Für 2025 erwarten dies sogar etwas mehr als 40% der Unternehmen. KI hat also jetzt schon massiven Einfluss auf die Wertschöpfung in Deutschland.
  • Über 40% der deutschen Unternehmen wollen 2025 mindestens 10 Millionen USD in KI investieren. Deutschland liegt international im Mittelfeld bei der Anwendung von KI in Unternehmen – hat aber den höchsten Anteil an Disruptoren.
  • Deutschland ist bei Proofs-of-Concept, teaminternen und prozessbezogenen KI-Einsätzen global führend, beim Kundeneinsatz allerdings Schlusslicht – das spricht für ein innovationsfreudiges, aber dennoch strukturiertes und verantwortungsbewusstes Vorgehen.
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Der Reifegrad

Deutschland liegt global gesehen im Mittelfeld bei der Anwendung von KI in Unternehmen. Die Befragten ordnen sich in die folgenden Kategorien ein: „Anfänger“ 11,80%, „kompetent“ 31,31%, „fortgeschritten“ 48,48%, „Disruptoren“ 8,41%.
Deutschland hat mit 8,41% den höchsten Anteil an Disruptoren, auf Platz 2 folgt UK mit 7,64% und auf Platz 3 Frankreich mit 6,38%. In den USA liegt der Anteil bei 4,95%. Das bedeutet: Die innovativsten Unternehmen in Deutschland sind beim Einsatz von KI bereits weit fortgeschritten.

Anwendungen

Mit den folgenden KI-Anwendungen haben deutsche Unternehmen bereits Erfahrung:

  • Wir betreiben KI-Pilotprojekte mit Kunden: 20,09% (geringste Zahl im Vergleich, 1. Platz mit UK 38,84%)
  • Wir betreiben KI-Programme intern in Teams oder Prozessen: 41,71% (höchste Zahl im Vergleich, 2. Platz Kanada mit 33,05%)
  • Wir haben ein oder mehrere Proofs-of-Concept: 15,42% (höchste Zahl im Vergleich, 2. Platz USA mit 13,61%)
  • Wir haben KI-Use-Cases auf dem Markt validiert: 15,19% (6. Platz, 1. Platz Singapur mit 29,69%)
  • Wir setzen KI-Technologie in großem Umfang ein: 5,26% (5. Platz, 1. Platz Frankreich mit 6,25%)
  • Wir haben keine KI eingesetzt: 2,34% (6. Platz, 1. Platz Argentinien mit 19,08%, 9. Platz Singapur mit 1,29%)

KI-Projekte

Auf die Frage „Welche Ergebnisse hat Ihr Unternehmen bereits aus KI-Projekten erzielt?“ antworteten deutsche Unternehmen:

  • Verbesserte Produktivität: 42,52% (5. Platz, 1. Platz Singapur mit 54,69%)
  • Größere operationale Effizienz: 43,81% (4. Platz, 1. Platz Singapur mit 55,05%)
  • Beschleunigte Abwicklung von Kundenanfragen: 40,30% (3. Platz, 1. Platz Singapur mit 52,00%)
  • Verbesserte Kundenzufriedenheit: 37,73% (3. Platz, 1. Platz Singapur mit 51,41%)
  • Kosteneinsparungen: 39,60% (3. Platz, 1. Platz Singapur mit 48,94%)
  • Verbesserte Mitarbeiterzufriedenheit: 35,51% (5. Platz, 1. Platz Singapur mit 50,70%)

In fast allen Einsatzbereichen hat bereits mehr als ein Drittel der deutschen Unternehmen positive Ergebnisse aus KI-Projekten erzielt.

Das waren die Investitionen in 2023

Deutsche Unternehmen haben im internationalen Vergleich schon sehr stark in KI-Programme investiert – über die Hälfte der befragten Unternehmen hat im Jahr 2023 zwischen 10 und 50 Millionen USD für KI ausgegeben.

Frage: Wie viel hat Ihr Unternehmen im Jahr 2023 für neue KI-Programme ausgegeben?

  • Mehr als 50 Mio. USD: 0,12% (Durchschnitt 0,13%)
  • 20,1 – 50 Mio. USD: 28,04% (1. Platz, Durchschnitt 11,14%)
  • 10,1 – 20 Mio. USD: 24,18% (2. Platz, Durchschnitt 21,64%)
  • 5,1 – 10 Mio. USD: 17,64% (9. Platz, Durchschnitt 26,89%)
  • 1,1 – 5 Mio. USD: 14,25% (8. Platz, Durchschnitt 18,17%)
  • 250.000 – 1 Mio. USD: 8,76% (Durchschnitt 11,03%)
  • Unter 250.000 USD: 1,05% (Durchschnitt 0,85%)
  • 0 USD: 0,82% (Durchschnitt 1,08%)

Investitionen 2025

Frage: „Wie hoch sind die erwarteten Ausgaben Ihres Unternehmens für neue KI-Programme im Jahr 2025?“

  • Mehr als 50 Mio. USD: 0,35% (Durchschnitt 0,26%)
  • 20,1 – 50 Mio. USD: 31,07% (2. Platz, Durchschnitt 18,61%)
  • 10,1 – 20 Mio. USD: 24,42% (5. Platz, Durchschnitt 24,33%)
  • 5,1 – 10 Mio. USD: 18,93% (8. Platz, Durchschnitt 26,66%)
  • 1,1 – 5 Mio. USD: 11,92% (8. Platz, Durchschnitt 15,23%)
  • 250.000 – 1 Mio. USD: 5,96% (Durchschnitt 8,04%)
  • Unter 250.000 USD: 0,58% (Durchschnitt 0,52%)
  • 0 USD: 2,10% (Durchschnitt 1,74%)

Die erwarteten Investitionen in neue KI-Programme bleiben auch im Jahr 2025 nahezu unverändert hoch.

Über den EPAM AI Report
Der Bericht basiert auf einer Umfrage unter 7.300 Teilnehmern (Deutschland: 856 Teilnehmer) aus Unternehmen mit mehr als 10.000 Mitarbeitern aus neun Ländern und acht Branchen und untersucht den aktuellen Stand der KI-Einführung sowie die Herausforderungen und Chancen für Unternehmen, die aus KI-Investitionen einen spürbaren Geschäftswert generieren wollen. Der vollständige Bericht steht unter www.epam.com/ai-report-2025 zur Verfügung.

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