Für 10 Milliarden Dollar

Andrea Gillhuber,

Siemens möchte Altair kaufen

Siemens möchte den Softwarespezialisten Altair für rund 10 Milliarden Dollar kaufen. Damit möchte der Münchner Konzern seine Position im Bereich Industriesoftware und KI festigen und die Entwicklung eines umfassenden KI-gestützten Portfolios für Design und Simulation vorantreiben.

Für 10 Milliarden Dollar: Siemens möchte Altair kaufen © Siemens/Altair

Das ist dem Konzern rund 10,6 Milliarden Dollar wert: Siemens bietet den Altair-Aktionären 113 US-Dollar pro Aktie, was einem Unternehmenswert von rund 10 Milliarden US-Dollar entspricht – eine Prämie von 19 % auf den unbeeinflussten Schlusskurs von Altair am 21. Oktober 2024. Siemens erwartet, dass die Akquisition ab dem zweiten Jahr nach Abschluss positiv zum Ergebnis je Aktie (vor PPA-Effekten) beitragen wird.

Vorstandsvorsitzender Roland Busch: »Ein logischer nächster Schritt.«

»Die Übernahme von Altair ist ein bedeutender Meilenstein für Siemens und beschleunigt unsere digitale Transformation«, erklärte Dr. Roland Busch, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG. Die Einbindung der Simulations-, Datenwissenschafts- und KI-Kompetenzen von Altair in Siemens Xcelerator soll Designprozesse optimieren und Markteinführungszeiten verkürzen.

Prof. Dr. Ralf P. Thomas, Finanzvorstand von Siemens, sieht signifikante Umsatz- und Kostensynergien: »Die Transaktion wird im zweiten Jahr nach Abschluss voraussichtlich einen EBITDA-Beitrag von über 150 Millionen US-Dollar jährlich liefern.«

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Altair Engineering ist ein weltweit führendes Unternehmen für Computational Science und künstliche Intelligenz (KI), das Software- und Cloud-Lösungen in den Bereichen Simulation und Analyse, Datenwissenschaft und KI sowie Hochleistungsrechnen anbietet, und es Unternehmen aller Branchen ermöglicht, in einer zunehmend vernetzten Welt effektiver zu agieren und intelligentere Entscheidungen zu treffen. Altair wurde 1985 gegründet, ging 2017 an die Börse (Nasdaq) und hat seinen Hauptsitz in Troy, Michigan (USA). Von den mehr als 3.500 Mitarbeitenden arbeiten ungefähr 1400 Mitarbeitende im Bereich Forschung und Entwicklung.

Das Simulationsportfolio von Altair ist im hohen Maße komplementär. Insbesondere mit den ausgeprägten Fähigkeiten in der mechanischen und elektromagnetischen Simulation, erweitert Siemens seinen umfassenden Digitalen Zwilling und kann so ein vollständiges, physikbasiertes Simulationsportfolio als Teil von Siemens Xcelerator anbieten. Die datenwissenschaftlichen und KI-gestützten Simulationsfunktionen von Altair ermöglichen es jedem, vom Ingenieur bis zum Generalisten, mit Simulationstools zu arbeiten. Das beschleunigt Design-Iterationen und verkürzt Markteinführungszeiten. Darüber hinaus werden die Fähigkeiten von Altair im Bereich der Datenwissenschaft die Nutzung der Branchenexpertise von Siemens in Produktlebenszyklen und Fertigungsprozessen weiter beschleunigen

Der Abschluss der Übernahme wird für die zweite Jahreshälfte 2025 erwartet und unterliegt den üblichen regulatorischen Genehmigungen.

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