Breitbandverbindungen

Lukas Dehling,

Deutschland fällt zurück

Die weltweite durchschnittliche Verbindungsgeschwindigkeit des Internets überschreitet erstmals die Breitband-Schwelle von 4 Mbit/s. Auch Deutschland legt zu, fällt aber im internationalen Vergleich zurück. Für die Zahl der eindeutigen IPv4-Adressen gibt es erstmals einen Rückgang.

© Fotolia

Akamai, ein Anbieter von Cloud-Services, stellt den aktuellen „State-of-the-Internet“-Bericht für das zweite Quartal 2014 vor, der Einblick in Statistiken zur weltweiten Internetnutzung gibt. Im Vergleich zum Vorquartal legte die durchschnittliche Verbindungsgeschwindigkeit weltweit um 21 Prozent auf 4,6 Mbit/s zu. In Deutschland steigt sie im Jahresvergleich um 23 Prozent; im Vergleich zum Vorquartal rutscht die Bundesrepublik dennoch international um zwei Plätze ab und liegt nun weltweit auf Rang 28. Die Schweiz führte mit einer durchschnittlichen Verbindungsgeschwindigkeit von 14,9 Mbit/s knapp vor den Niederlanden das zweite Quartal in Folge die europäischen Länder an. Erstmals sank gegenüber dem Vorquartal die weltweite Zahl der eindeutigen IP-Adressen, die sich mit der Plattform verbinden –und zwar um 0.9 Prozent. „Es könnte daran liegen, dass die Provider ihre begrenzten Reserven für IPv4-Adressen aufsparen möchten“, beruhigt David Belson, Autor des Berichts.

Im Bericht wurden außerdem 56 Länder hinsichtlich ihrer Mobilfunknetze untersucht. Das Land mit der höchsten durchschnittlichen mobilen Verbindungsgeschwindigkeit weltweit ist weiterhin Südkorea mit einem leichten Anstieg von 14,7 Mbit/s auf 15,2 Mbit/s. Weltweites Schlusslicht dagegen ist Vietnam mit 0,9 Mbit/s. Spitzenreiter in Europa ist die Slowakei mit einem Wert von 8,0 Mbit/s.

Der „State of the Internet“-Quartalsbericht basiert auf Daten, die das Unternehmen Akamai über seine weltweit verteilte Internetplattform sammelt.

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