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Artikel und Hintergründe zum Thema

Wago Kontakttechnik

Inka Krischke,

Werkzeugfrei arbeiten dank Reihenklemme mit Hebel

Zur Hannover Messe Industrie präsentierte Wago die Reihenklemmen 'Topjob S' mit zwei neuen Betätigungsvarianten: Drücker und Hebel. Letzterer ermöglicht die Handhabung ganz ohne Werkzeug.

"Wir nutzen bei der ­Reihenklemme mit Hebel das intuitivste Werkzeug der Welt – die Hand", so Dr. Karsten Stoll von Wago Kontakttechnik.

© Computer&AUTOMATION

Hebel auf, Leiter rein, Hebel schließen – diese Anschlusstechnik, bereits bekannt von der ‚221‘-Dosenklemme von Wago, wurde nun auf die Reihenklemmen ‚Topjob S‘ transferiert. So lassen sich auch im Schaltschrank Leiter ohne Werkzeug per Hand anschließen und wieder lösen. Zu den Hintergründen der Entwicklung erklärt Dr. Karsten Stoll, Leiter des Geschäftsbereichs Electrical Interconnections bei Wago: „Gerade im internationalen Umfeld erleben wir hin und wieder Unsicherheit bei der Arbeit mit unseren Klemmen mit Betätigungsöffnung. Mit der Reihenklemme mit Drücker und mehr noch bei der mit Hebel ist nun eindeutig markiert, was die Betätigung und was die Leitereinführungsöffnung ist, sodass eben keiner das Runde ins Eckige steckt.“ So sinkt die Gefahr, Klemmstellen beim Verdrahten zu vergessen oder Leiter falsch anzuschließen. Darüber hinaus bleiben bei den Klemmen mit Hebel beide Hände frei für die Verdrahtung der Leiter, weil die Klemmstelle nicht mit einem Betätigungswerkzeug offen gehalten werden muss.

Die Reihenklemmen mit Hebel eignen sich sowohl für eindrähtige als auch für mehr- und feindrähtige Leiter. Dabei nutzen sie die Push-in-Technik, sodass neben starren Leitern auch feindrähtige Leiter ab einem Querschnitt von 0,75 mm² mit gasdicht aufgecrimpten Aderendhülsen direkt gesteckt werden können. In der Reihenklemme mit Hebel bleibt dazu der Hebel einfach geschlossen. Durch ihre seitliche Leitereinführung erlauben es die Reihenklemmen mit Hebel, auch schwer biegsame Leiter mit großen Querschnitten einfach anzuschließen.

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Sukzessvier Portfolio-Ausbau

Im ersten Schritt gibt es die Reihenklemmen mit Hebel in den Nennquerschnitten 2,5, 6 und 16 mm². Die Feldseite der Reihenklemme ist mit Hebel ausgestattet; für die interne Verdrahtung stehen Drücker oder Betätigungsöffnung zur Wahl. Zum Einsatzbereich befragt, erklärt Dr. Stoll: „Im Speziellen macht der Hebel da Sinn, wo nochmal im Feld angeschlossen wird, wo also vielleicht zwei Module verkettet werden oder eine Maschine in Betrieb genommen wird, wo vielleicht regelmäßig umverdrahtet werden muss oder wo ganz simpel der Netzanschluss im Feld gemacht wird.“ Auf spezielle Branchen bezogen sei der Einsatz der ­Reihenklemmen nicht – es sei ein klassisches Portfolio, das in jeder Branche Sinn mache.

Während die Variante mit Hebel ein „wirklicher Schritt nach vorn“ sei, sieht Dr. Stoll die Variante mit Drücker schlicht als Portfolio-Ergänzung. Die Klemmstelle der Reihenklemmen mit Drücker wird mit einem frei wählbaren Betätigungswerkzeug geöffnet. Dabei ist das Betätigungselement durch den orangefarbenen Drücker eindeutig von der Leitereinführung zu unterscheiden, in die der Leiter eingeführt werden muss. Die Durchgangsklemmen mit Drücker sind für einen Querschnittsbereich von 0,25 bis 25 mm² erhältlich und stehen als 2-Leiter-, 3-Leiter- sowie je nach Größe auch als 4-Leiter-Variante zur Verfügung.

Umsatz toppt die letzten sieben Jahre

Die Wago-Gruppe verzeichnet für das Geschäftsjahr 2017 das beste Umsatzergebnis in ihrer 66-jährigen Geschichte. Mit einer Steigerung von 13 % wurde nicht nur das angestrebte Ziel übertroffen, sondern auch das größte Umsatzplus der letzten sieben Jahre erreicht: 862 Mio. Euro sind es in Summe. „Seit 2009 haben wir jedes Jahr ein Plus verzeichnet und in diesen neun Jahren den Umsatz mehr als verdoppelt“, verdeutlicht Chief Sales Officer Jürgen Schäfer. 

Die Umsatzsteigerung sei auf kontinuierliches Wachstum in allen Landesmärkten zurückzuführen; bemerkenswert sei der Aufschwung in Europa. Dieser führte zu einer leichten Verschiebung der Marktanteile: Während Deutschland mit einem Umsatzanteil von 28 % traditionell den wichtigsten Markt für Wago darstellt, erreicht das übrige Europa 42 %. Es folgen die Märkte in Asien mit 17 % und Amerika mit 12 %. Ein besonders hohes Wachstum ließ sich dabei in Ungarn, Mexiko, der Türkei und Russland verzeichnen.

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