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Artikel und Hintergründe zum Thema

Rittal

Inka Krischke,

Megawatt-Kühlung für KI entwickelt

Rittal hat eine Kühllösung entwickelt, die über 1 MW Kühlleistung erbringt und den Weg für Künstliche Intelligenz ebnet. Denn der Bedarf an Rechenleistung wächst so stark, dass ein neues Level bei Skalierung, Kühlung, Stromverteilung und Energieeffizienz nötig ist.

© Rittal

Die Leistungsdichte für AI-Anwendungen wie beispielsweise das Training und der Betrieb von Large Language Models (LLMs) in zukünftigen Rechenzentren oder das schon weiter verbreitete High Performance Computing bringen die heute übliche Luftkühlung schnell an ihre physikalischen und wirtschaftlichen Grenzen. Ultraschnelle Grafikprozessoren (GPUs) produzieren so viel Wärme, dass die Hersteller sie gleich für direkte Flüssigkeitskühlung auslegen. Dafür hat Rittal in enger Abstimmung mit mehreren Hyperscalern eine modulare Cooling-Lösung entwickelt, die mit direkter Wasserkühlung eine Kühlleistung von über 1 MW erbringt. Genutzt werden Coolant Distribution Units für einphasige direkte Flüssigkeitskühlung mit Wasser. Dazu wird der Server im Rack (‚Open Rack V3‘) mit standardisierten Anschlüssen an die zentralen Zu- und Abläufe des Wasserkreislaufs gekoppelt. Funktionseinheiten wie die zentrale Controller Unit und mehrere Kühlmittel-Fördereinheiten (CCUs) je nach Leistungsanforderung sind vollständig modular und werden unkompliziert ins Rack geschoben. Das Monitoring von Leckagen setzt bereits auf Komponenten-Ebene an. Beim Service bietet dieses Konzept den Vorteil, dass Komponenten wie Controller, Sensoren oder die Pumpeneinheiten der In-Row-Lösung im laufenden Betrieb gewartet und per ‚Hot Swap‘ getauscht werden können. Die Stromversorgung erfolgt über die standardisierte DC Busbar im Rack.

Die Liquid-to-Liquid-Lösungen kühlen als Anreihlösung zu Racks über 1 MW, im Einzelschub für das Rack bis 100 kW. Für Rechenzentren ohne Wasseranschluss sind auch Liquid-to-Air-Varianten verfügbar, die die Wärme an der Rack-Rücktür oder über einen Seitenkühler als geschlossenes System an die Luft im Rechenzentrum abgeben.

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