ifm electronic

Inka Krischke,

Virtuell unterwegs

Bei ifm electronic konnten sich die Messebesucher nicht nur herkömmlich, sondern auch virtuell mit dem Portfolio des Unternehmens vertraut machen – per Augmented Reality. Die Intention dahinter verrät Michael Marhofer, Vorstandsvorsitzender der ifm-Unternehmensgruppe.

Michael Marhofer: „Die Art, wie Mitarbeiter künftig ihre Aufgaben erledigen, wird sich massiv verändern.“

© ifm electronic

Sie bieten Besuchern die Möglichkeit, sich Ihrem Unternehmen einmal anders zu nähern – per Augmented Reality. Warum?

Marhofer: Die Augmented-Reality-Installation auf unserem Messestand zeigt sehr schön die verschiedenen Bereiche, in denen die ifm-Gruppe aktiv ist. Die Technologie der 3D-Kamera, die in den Lenovo-Smartphones mit der AR-Anwendung eingebaut ist, kommt von unserer Tochter pmdtechnologies. Wir sind das einzige mittelständische Unternehmen weltweit, das direkten Zugriff auf eine 3D-Kamera-Technologie hat – die wir auch in unseren industriellen 3D-Kameras einsetzen.

Gleichzeitig zeigen wir mit dem AR-Exponat, wie Industrie-4.0-Anwendungen in Zukunft aussehen könnten – die Möglichkeiten etwa in den Bereichen Wartung und Instandhaltung sind enorm. So wird sich die Art, wie Mitarbeiter künftig ihre Aufgaben erledigen, massiv verändern. Die Effizienz wird ansteigen und die Kosten werden sinken.

Natürlich sind in dem Exponat auch die traditionellen Produkte von ifm – die Sensoren – vertreten. Dass diese über die AR-Anwendung bedient werden können und ihre Daten direkt auf dem Smartphone zur Verfügung stehen, ist ein sehr schönes Bei-spiel dafür, wie stark die ­Kommunikationsfähigkeit unserer Produkte heute in den Vordergrund rückt. 

Eine solche Augmented-Reality-Anwendung war ja schon auf einer anderen Messe dieses Jahres zu erleben – wie war die Besucherresonanz? 

Marhofer: Die Besucherresonanz auf der Hannover-Messe war überwältigend, so dass sich teilweise lange Schlangen gebildet haben. Auch wenn das Exponat im Vorübergehen wenig aussagekräftig ist, da man ja das Smartphone mit der 3D-Kamera und der AR-Anwendung benötigt, ist es doch ein Hingucker, wenn Besucher begeistert auf die scheinbar leeren Flächen schauen.

Ist virtuelle Realität außerhalb der Messe ein Thema für ifm?

Marhofer: Das Exponat ist keineswegs nur als Spielerei zu sehen, Augmented-Reality-Anwendungen werden aktuell in vielen Bereichen diskutiert. Wartung und Instandhaltung sind nur zwei davon. Wir sind davon überzeugt, dass diese Technologie bald Einzug in zahlreiche industrielle Anwendungen finden wird. Die durchgängige Kommunikation von den Sensoren bis zur ERP-Ebene und in die Cloud ist für uns einer der Schlüssel für Industrie 4.0. Und dies ist eine der Grund­lagen dafür, dass AR-Anwendungen überhaupt möglich werden.

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